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Vier Punkte und vier Kilo schwerer

Volles Haus hatten wir am vergangenen Sonntagvormittag. Gleich 27 Schachspieler und eine Schachspielerin fanden den Weg in unseren Tempel, das Pfarrheim Maria Frieden. Während unsere Erste Mannschaft Nordhorn Blanke III im Kampf um den Klassenerhalt empfing, duellierte sich unsere Zwote mit unserer Dritten im Kampf um den Platz an der Sonne. Nicht aber im metaphorischen Sinne, sondern wortwörtlich, denn nach dem Mannschaftskampf wurde gemeinsam auf der Terrasse gegrillt. Es war, um es vorwegzunehmen, ein schöner, sonniger Schachsonntag – sowohl essenstechnisch als auch sportlich, wie die Überschrift erahnen lässt.

SV Kaponier Vechta – SK Nordhorn Blanke III

Bereits vor dem Auswärtsspiel in Emden vor drei Wochen (wie wir stolz nicht berichteten), erkannten wir den Ernst der Lage. Wir waren unten reingerutscht, mussten zusehen, irgendwo und irgendwie Mannschaftspunkte für das rettende Ufer zu holen. Es folgte ein befreiender 5:3-Auswärtssieg, bestenfalls Grund genug, um ein wenig durchzuatmen. Doch die Tabelle vor dem Heimspiel gegen Nordhorn Blanke lud ganz und gar nicht zur Verschnaufpause ein.

Man könnte meinen, von unserem Tabellenplatz aus richten wir den Blick eher nach oben, als nach unten. Doch beim genaueren Hinsehen stellt man fest, dass der Abstand zum Abstiegsplatz gerade einmal zwei Punkte beträgt, auf Osnabrück hingegen sind es ganze sechs.

In der Aufstellung, Schmitt, Tarasenko, Mählmann, Borshchov, Schermeier, Heermann, Rauber und Schaefer traten wir an.

Brett 3: Gerne machen Schachspieler akustisch auf sich aufmerksam (entweder durch das energische Drücken auf die Uhr oder das entschlossene Schlagen der Figuren), wenn sie einen überraschenden und zugleich dynamischen Zug spielen. Und nach noch nicht einmal zwei Stunden hörte man es in diesem Sinne am dritten Brett laut pfeffern! Zu unserem Leidwesen fand Hans-Joachim Schrader in folgender Stellung ein lehrbuchmäßiges Qualitätsopfer.

Jürgen, der seit seiner Taufe zum Kaponiero vor über einem Jahr noch kein einziges Mal verlor, übersah Txf6!. Nach gxf6 nimmt Weiß aber nicht etwa wieder, sondern dringt mit der Dame auf h6 ein – tödlich für Schwarz. Jürgen gab auf. 0:1.
Jürgen kassierte seine erste Niederlage als Kaponiero.

Brett 8: Zu seinem allersten Verbandsligaeinsatz kam Immanuel am achten Brett mit Weiß gegen Hendrik Geertsma. Immanuel bekam einen Franzosen aufs Brett und musste zunächst seine Theoriekenntnisse unter Beweis stellen. Ohne große Probleme spielte er die Eröffnungszüge herunter, fand dann, als er aus dem Buch schien – gemessen am Zeitverbrauch –, eine sinnvolle Entwicklungsroute für seinen noch auf der Ausgangsposition befindlichen Springer.

Über d2, b3 und d4 brachte Immanuel seinen Springer ins Spiel.

Immanuel baute sich nahezu fehlerfrei auf, ihm unterliefen wenn überhaupt nur kleinere Ungenauigkeiten. Nach 17 Zügen stand er besser.

Weiß hat die c-Linie unter Kontrolle und die wohl etwas bessere Leichtfigur (das Feld c5 lächelt einen ja fast schon an). Beklagen kann sich Immanuel über seine Stellung jedenfalls nicht.

Erst als die Damen und zwei Türme getauscht wurden, verflachte die Partie und Immanuel verspielte seinen Vorteil.

Weiß hat zwar einen Bauern mehr, Schwarz dafür aber einen sehr aktiven Turm auf der zweiten Reihe. Für beide Parteien scheint ein unmittelbares Fortkommen schwierig. Man einigte sich auf Unentschieden. 0,5:1,5.
Immanuel machte bei seinem Debüt in der Verbandsliga West einen hervorragenden Job und verdiente sich den halben Punkt.

Brett 7: Wie gewohnt packte Christoph in der Eröffnungsphase, die ja eigentlich aus tiefen Theoriekenntnissen und konkreten Zugabfolgen bestehen sollte, seinen unorthodoxen Harakiri-Stil aus. Ich selbst staunte nicht schlecht, als ich Christoph erst mit Mann und Maus verteidigen sah, ehe er mit den Türmen über die offene a-Linie in des Gegners Hälfte eindrang und auf hervorragende Art und Weise ein Mattnetz konstruierte.

Dass Weiß einen Bauern mehr hat, spielt keine Rolle. Der König auf e3 ist gefangen, das Matt (f3 oder e2) ist unvermeidlich. Chapeau, Christoph – tolles Comeback! 1,5:1,5.

Brett 6: Aus der Eröffnung heraus gegen Niklas Brinkers stand ich mit Weiß schon früh gut. Seinem Stonewall-Verschnitt hielt ich mein aktives Figurenspiel entgegen.

Der rückständige Bauer auf e6, die schwarzfeldrigen Schwächen am Königsflügel und der eingesperrte Läufer auf c8: Schwarz hat viele Schwächen, Weiß hingegen ist hervorragend entwickelt.

Ich vereinfachte das Geschehen, tauschte die für mich überflüssigen Leichtfiguren ab, um am Ende einen starken Springer gegen einen schwachen Läufer zu haben.

Es folgte e6! mit Öffnung der e-Linie. Weiter ging es mit Txe6, Te1, Td8, Txe6+. Lxe6 und Te1. Der schwarze Läufer wäre nicht mehr zu halten gewesen, Brinkers ließ sich schließlich ehrenwert Matt setzen. 2,5:1,5.

Brett 1: Dirk tat sich am ersten Brett etwas schwer und musste lange knabbern, bevor er im Turmendspiel nach einem Fehler seines Gegners gewinnen konnte.

 Weiß zog g4?, woraufhin Dirk sich am Bauern bediente (Kxf3). Die Bahn für den schwarzen e-Bauern war frei, das darauffolgende Txf6+ parierte unser Mannschaftsführer mit Tf4. 3,5:1,5.
Wenn alles gut läuft, knackt Dirk nach der Saison seine bisherige DWZ-Bestmarke von 2058 (Live-DWZ: 2057).

Brett 5: Nichts so gut lief es für K.P. am fünften Brett. Durch die Eröffnung kam er ohne große Probleme. Zwar hatte sein Gegner Raumvorteil, simpel verwertbar schien dieser aber nicht. Dann aber behinderten sich K.P.s Leichtfiguren in der Feldersuche gegenseitig, was sein Gegner Jörg Kölber ausnutzte.

Df4? sieht erstmal harmlos aus, ist aber ein Fehler. Denn b4! führt zum Figurenverlust, da es den Leichtfiguren an Rückzugsfeldern mangelt.

Doch auch danach war die Partie noch nicht entschieden. K.P. kämpfte sich zurück in Spiel, kontrollierte zeitweise die a-Linie, sah in Zeitnot aber nicht die besten Züge und musste sich im Endspiel geschlagen geben. 3,5:2,5.

Brett 2: Nazar erarbeitete sich schrittweise einen Vorteil und schien die Zügel fest in den Händen zu halten.

Der Computer zeigt in dieser Stellung +2,3 für Weiß an. Das scheint auf den ersten Blick nachvollziehbar, denn Weiß hat einen Bauern mehr, die bessere Bauernstruktur und einen im Vergleich zu Schwarz gut geschützten König.

Allzu einfach in einen Sieg ummünzen ließ sich die Stellung aber nicht. So musste Nazar notgedrungen in ein Turmendspiel mit nicht zu unterschätzender Remisgefahr übergehen. Nazar behielt die Nerven. 4,5:2,5.

Der Mannschaftskampf war also entschieden. Es stand nur noch die Frage im Raum, wie hoch er ausfallen würde. Wie auch schon in Emden zeigte sich Maksym nervenstark. Zum Schluss hatte er ein Endspiel auf dem Brett, in dem seine zwei verbundenen Freibauern stärker waren, als der Läufer. 5,5:2,5.

Nach schwachem Saisonstart hat sich Maksym gefangen und zeigt sich mittlerweile in Topform.
Kaponiero Kiebitze versammelten sich um das Brett von Maksym und drückten ihm die Daumen.

Die aktuelle Tabelle:

SV Kaponier Vechta II – SV Kaponier Vechta III

Der Mannschaftskampf zwischen der zweiten und dritten Mannschaft in der Bezirksklasse Süd-Ost steht sinnbildlich für die positive Entwicklung unseres Schachvereins. Ich werde nicht müde zu betonen, dass wir vor nicht allzu langer Zeit Probleme hatten, überhaupt zwei Mannschaften mit zehn Spielern zu füllen. Und nun kriegen wir problemlos 20 Schachspielerinnen und Schachspieler zusammen, alle im Dienste des SVK, drei Mannschaften, vollbespickt mit Jugendlichen, die man schlagen sollte, solange es noch geht.

Brett 2: An den letzten Satz wird sich Rainer vermutlich in einigen Jahren erinnern, durfte er doch am zweiten Brett gegen Illia (9 Jahre) antreten. Zugegebenermaßen zog unser Schachhäuptling unserem Kaponierinho relativ früh den Stecker, da Illia eine Fesselung übersah.

In dieser Stellung rochierte Illia, nur leider in die falsche Richtung. Er entschied sich für die große Rochade, was leider zum Verlust führt. Wer sieht den Gewinnzug? 1:0.
Rainer nutzte die Fehler von Illia eiskalt aus.
Trotz der Dino-Trinkflasche biss sich Illia am Häuptling die Zähne aus.

Brett 4: Auch Sascha konnte am vierten Brett einen der jungen Wilden schlagen. Er spielte mit Weiß gegen Fabian und drehte trotz kurzzeitiger Eröffnungsschwierigkeiten innerhalb weniger Züge die Partie. Eine fünfzügige Kombination mündete in einen Figurengewinn. Sehr gut gesehen, Sascha!

Dem schönen Doppelangriff ging eine mehrzügige Kombination voraus. Fabian konnte die Figur weniger nicht kompensieren, Sascha holte den vollen Punkt. 1:1.

Noch bemerkenswerter ist Saschas bisherige Saisonbilanz:

4/5 und eine Performance von 1800 sprechen eine deutliche Sprache.
Sascha spielt bislang eine hervorragende Saison.
Fabian übersah eine durchaus anspruchsvolle mehrzügige Variante und unterlag Sascha.

Brett 5: Während an den Brettern zwei und vier Figurenverluste die Partien frühzeitig entschieden, ging es zwischen Mark und Karl am fünften Brett deutlich enger zu. Mark sah sich mit Benoni konfrontiert, eine Eröffnung, in der Schwarz zunächst Raumverlust in Kauf nimmt. Auf hohem Niveau wird Benoni kaum noch gespielt, weil der Weißspielende in der Regel mit dem Raumvorteil umzugehen weiß.

Mark machte vieles richtig und sicherte sich immer mehr Raum (wie zu sehen, nun auch am Königsflügel).

Figuren tauschten sich ab, Mark gewann einen Bauern – es entwickelte sich ein Endspiel, welches wahrscheinlich für Lehrzwecke sehr gut geeignet ist.

Während Mark das Läuferpaar und zwei verbundenen Freibauern hat, hat Karl noch die wichtige Bauernressource auf a3.

Mark konnte den Vorteil noch für eine kurze Zeit halten, ehe Karl technisch sehr sauber in das Endspiel mit zwei ungleichfarbigen Läufern abwickelte und den halben Punkt festklammerte. 1,5:1,5.

Eine Traumstellung für Andreas Kähler, das Remis ist unvermeidlich.
Mark stand über weite Strecken besser als Karl, musste sich jedoch am Ende mit einem Remis begnügen.
Karl rettete sich dank einer klugen Abwicklung ins Remis.

Brett 6: Zu ihrem allersten Mannschaftseinsatz als Kaponiera im Erwachsenenbereich kam Julia am sechsten Brett gegen Danill. Bis zum 17. Zug war es materiell ausgeglichen, bevor Danill eine Qualität gewinnen konnte.

Der weiße Turm findet kein Feld, auf dem er nicht vom Läufer oder Springer geschlagen werden würde.
Julia bei ihrem ersten Einsatz als Kaponiera.

Trotz der Qualität weniger hielt Julia gut dagegen, suchte Angriffsmöglichkeiten und hatte zwischenzeitlich sogar die Chance, die Spannung wiederherzustellen.

Sh4 in dieser Stellung hätte zwar die Qualität nicht wettgemacht, doch Weiß hätte Schwarz damit durchaus vor Probleme stellen können. Der Springer hätte dort gut gestanden und das Feld g6 kontrolliert, ein Feld, auf das die weiße Dame immer wieder rüber geguckt hätte. Leider ein wenig zu viel „hätte“.

Bedauerlicherweise stellte Julia den Springer wenig später einzügig ein, womit die Partie entschieden war. 2,5:1,5.

Grund zur Freude hatte Danill, nachdem er gegen Julia die Qualität gewinnen konnte.

Da Martin seine Partie gegen Manfred gewinnen konnte und Viktor und Emil sich die Punkte am dritten Brett teilten, lautete der Endstand 4:2 für unsere Zwote.

Wie es sich gehört, schreibt Emil jeden Zug mit. Wie immer.
Viktor holte mit den schwarzen Steinen einen starken halben Punkt gegen Emil.
Trotz Niederlage hatte Manfred gute Laune parat.
Martin setzte sich am ersten Brett gegen Manfred durch.

Die Saison ist zwar noch nicht vorbei, aber die 2. Mannschaft um Mannschaftsführer Mark wird sie auf einem starken 2. Platz abschließen.

Im Anschluss wurde bei strahlendem Sonnenschein noch gemeinsam gegrillt. Die Stimmung war ausgelassen, die Mannschaften von Kaponier Vechta gingen mit vier zusätzlichen Punkten nach Hause – und die meisten wohl auch mit gefühlt vier Kilo mehr auf den Hüften.

Wir bedanken uns bei allen, die etwas vorbereitet und beim Auf- und Abbau mitgeholfen haben, und haben uns natürlich auch über alle gefreut, die an dem Tag dabei waren. Zum Saisonende werden wir das Ganze wiederholen.

Dirk hat seinen Teller mit Fleisch bereits zurückgelegt.
Bestimmt ein neuer Internettrend, für den ich zu alt bin.
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3. Mannschaft Training und Vereinsabend

Dritte feiert ersten Saisonsieg

Das lange Warten hat ein Ende: Nach drei sieglosen Mannschaftskämpfen konnte unsere Dritte am vergangenen Sonntag ihren allerersten Mannschaftssieg in der Bezirksklasse Süd-Ost einfahren. Mit 4:2 setzte sich das Team um Mannschaftskapitän Sascha gegen das favorisierte Neubruchhausen durch. Daniel, Sascha und Immanuel holten jeweils einen vollen Punkt, Manfred und Karl remisierten, Illia verlor.

Sascha gelang am vierten Brett mit dem schwarzen Steinen der nächste Achtungserfolg. Nachdem er bereits am ersten und dritten Spieltag jeweils mit Schwarz gegen Rolf Hartmann und Walter Förste gewinne konnte, schlug er mit selbiger Farbe diesmal Stefan Ritter, der auf dem Papier satte 300 DWZ-Punkte stärker ist. Sascha griff auf seine Hauptwaffe, Pirc, zurück und erarbeitete sich im Mittelspiel dank eines klugen „Springer-am-Rand-Zuges“ einen Vorteil.

Mit Sh5 greift Sascha zum einen den schwarzfeldrigen weißen Läufer aufg3 an, zum anderen wird der Turm auf d4 vom schwarzen Läufer auf g7 bedroht.

Sascha spielte auf Sieg, und damit das gelingen konnte, übte er richtigerweise Druck auf die Schwächen des Gegners aus.

Der schwarze Läufer wurde auf h6 postiert und guckte gefährlich auf den ungeschützten weißen Bauern.

Ritter bemühte sich um Gegenspiel am Damenflügel, übersah jedoch eine spielentscheidende Gabel.

Sascha sicherte sich in einer ohnehin schon besseren Stellung für ihn mit Sd2 die Qualität mehr, womit die Partie quasi entschieden war.

Auch Daniel gelang am ersten Brett mit Weiß eine faustdicke Überraschung. Nominell war er Tobias Engelke (DWZ 1735) eigentlich haushoch unterlegen, doch dass Daniel auch stärkere Spieler schlagen kann, hat er bereits am zweiten Spieltag gegen Uwe Landwehr (DWZ 1716) unter Beweis gestellt.

e5?! ist doch sehr riskant und sollte nur gezogen werden, wenn man alles durchgerechnet hat.

Daniel nahm zuerst mit dem Bauern auf e5 und anschließend auf d5 – im Zentrum hingen plötzlich zwei schwarze Springer in der Luft.

Springer im Zentrum sind an sich nicht schlecht, doch diese beiden Springer waren den Angriffen der weißen Figuren schutzlos ausgeliefert.

Daniel spielte die Sequenz fehlerfrei weiter: Erst tauschte er die Springer auf e5 ab, ehe er das schöne Sc4! zog. Die schwarze Dame wich nach e6 zurück, woraufhin Daniel, das gesamte Brett nutzend, den Turm über h5!! in den Angriff einschaltete. Engelke probierte noch f5 zwischenzuschieben, doch den Bauern konnte Daniel bedenkenlos nehmen, da ein mögliches Dxf5 in die Gabel Sd6 reingelaufen wäre. Ein sehr sehenswerter Erfolg für Daniel.

Da, wie bereits geschrieben, auch Immanuel seine Partie gewinnen konnte, Manfred und Karl jeweils einen halben Punkt holten, war Illias Niederlage am dritten Brett lediglich ein kleiner Schönheitsfehler.

Alles in allem ein runder Erfolg für unsere dritte Mannschaft, der wir zum allerersten Mannschaftssieg überhaupt herzlich gratulieren möchten.

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3. Mannschaft

Dritte erkämpft ersten Mannschaftspunkt

Weil Sascha am dritten Brett einen 500-DWZ stärkeren Gegner besiegen konnte, erkämpfte sich die dritte Mannschaft am 3. Spieltag der Bezirksklasse Süd-Ost den allerersten Mannschaftspunkt der Saison. Allerdings wäre an dem Tag durchaus mehr drin gewesen, denn Brett eins und Brett zwei wurden von Oldenburg freigehalten. Wir führten also bereits vor dem ersten Zug mit 2:0.

Am 2. Spieltag sorgte Aleksei noch für eine faustdicke Überraschung, als er Banko (1470) von den Schachfreunden Quakenbrück mit den schwarzen Steinen besiegen konnte. Sein Gegner aus Oldenburg, Tom Petersen (995), war auf dem Papier zwar schwächer, aber schachlich vermutlich keinen Deut schlechter.

Eher unorthodox reagierte Aleksei zunächst auf die sizilianische Verteidigung. Im 13. Zug kam ihm jedoch eine gute Idee, um einen kleinen optischen Vorteil zu erspielen.

Aleksei spielt 13. f5, womit er zum einen dem schwarzen weißfeldrigen Läufer Felder nimmt und zum anderen Raum am Königsflügel gewinnt.

Petersen gelang es aber, die weiße Bauernkette aufzubrechen und druckvoll über das Zentrum zu spielen.

Welch schöner lehrbuchmäßiger Zug von Petersen. Er öffnet die Stellung in der Linie, die sein Turm unter Kontrolle hat.

Aleksei sah sich nun dem offensiven Spiel seines Gegners ausgesetzt. Petersen drang immer weiter in die Stellung ein und erarbeitete sich schrittweise voran.

Aleksei hat kaum was weniger und steht trotzdem mit dem Rücken zur Wand. Die schwarzen Figuren sind schlichtweg aktiver, lassen Aleksei kaum Luft zum Atmen.

Zwar konnte Aleksei die Figuren abtauschen und einen möglichen Matteinschlag verhindern, leider gewann er aber nur mehr Zeit, ehe er nach 48. Zügen aufgab.

Der schwarze Bauer läuft durch, wohingegen Weiß keinen Bauern auf die achte Reihe bekommt. Alle Felder sind unter schwarzer Kontrolle.
Aleksei war fokussiert, doch gegen Oldenburg reichte es für nichts Zählbares.

Ben kam am vierten Brett gut aus der Eröffnung heraus. Er etablierte seinen Springer fest auf e5 und erspielte sich gegenüber seinem Gegner einen deutlichen Raumvorteil. Anschließend übersah er jedoch eine Fesselung, die ihn zunächst einen Bauern kostete.

Tf4 ist ein folgenschwerer Fehler. Der Bauer auf e5, der wichtige Felder unter Kontrolle hält, kann nun problemlos von der Dame geschlagen werden, da die Rücknahme mit dem Bauern von d4 aufgrund der Läuferfesselung auf der Diagonalen b6–g1 nicht möglich ist.

Den Verlust des Bauern konnte Ben nicht mehr wettmachen. In der Folge musste er sogar eine Qualität hergeben und geriet endgültig auf die Verliererstraße.

Ben zog die Dame nach f3, woraufhin der Gegner den Turm auf f4 schlug. In der Folge wickelte Ben ins Endspiel ab, sah sich dabei jedoch die gesamte Zeit mit dem Nachteil einer fehlenden Qualität konfrontiert.

Er versuchte zwar, das Endspiel möglichst ausgeglichen zu halten, doch am Ende musste er sich geschlagen geben.

An dieser Stelle gab Ben auf. Der schwarze Bauer läuft unaufhaltsam zur Umwandlung, während der weiße König viel zu weit entfernt ist.
Trotz guter Eröffnungsphase musste Ben sich seinem Gegner geschlagen geben.

Kaponierinho Immanuel (1454) spielte am fünften Brett mit den schwarzen Steinen gegen Lukas Wolter (1524) und galt als Außenseiter. Schon früh zeichnete sich ab, dass Wolter eine echte Hausnummer für Immanuel sein würde.

Schon nach der Eröffnung stand Schwarz sehr passiv, zudem hatte Weiß die Kontrolle über das Zentrum.

Befreien konnte sich Immanuel nicht, trotzdem bemühte er sich, Gegenspiel am Königsflügel zu erzeugen. Wolter spielte die Partie jedoch ruhig und konsequent weiter und behielt seinen Vorteil souverän in der Hand.

Weiß konnte einen gefährlichen Freibauern bilden, um den sich Immanuel kümmern muss. Darüber hinaus ist der weißfeldrige Läufer sehr stark. Die Stellung ist für Schwarz nur schwer zu verteidigen, Weiß steht klar besser.

Immanuel versuchte sich gegen die Niederlage zu stemmen, doch der stark aufspielende Wolter ließ nichts mehr anbrennen, sodass unser Kaponierinho nach 33 Zügen aufgab.

Die Partie ist verloren: Der Bauer auf d7 ist vergiftet. Der Turm darf ihn nicht nehmen, da sonst die Dame auf g8 mattsetzen würde.
Immanuel zog gegen den stark aufspielenden Lukas Wolter leider den Kürzeren.

Wie bereits eingangs erwähnt, war Sascha der Einzige, der gegen Oldenburg einen Punkt ergattern konnte – und diesen hatte er sich mehr als verdient. Nachdem sein Gegner Förste die Bird-Eröffnung mit 1. f4 wählte, reagierte Sascha mit seinem inzwischen bekannten schematischen Aufbau und setzte zum richtigen Zeitpunkt seinen charakteristischen e5-Vorstoß ins Zentrum durch.

 Den Bauern auf e5 hatte er erst wenige Züge zuvor platziert. In dieser Situation leitete Sascha mit dem Vorstoß d5 im Zentrum zum Gegenangriff über, nachdem Förste selbst mit f5 zum Angriff angesetzt hatte.

Sascha spielte in der Folge sehr niveauvolles Schach, stellte seine Figuren optimal auf und agierte etwas aktiver als sein Gegner.

Hier ist noch alles offen, auch wenn Schwarz bereits etwas besser steht.

Sascha verbesserte seine Stellung peu à peu und ließ sich auch von den Bauernvorstößen seines Gegners nicht beirren. Ganz im Gegenteil: Er nutzte die Exponiertheit des weißen Königs konsequent aus.

Förste hatte hier offenbar einen Blackout. Mit dem Zug Dh4 servierte er Sascha ein einzügiges Matt auf dem Silbertablett.

Ein toller Sieg für Sascha gegen einen vermeintlich deutlich stärkeren Spieler.

Mannschaftsführer Sascha zeigte gegen Oldenburg eine mehr als beachtliche Leistung.
Das Endergebnis samt der Individualergebnisse. Am Ende wäre an diesem Tag sogar ein Sieg möglich gewesen.
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Ernüchternder Saisonauftakt für beide Mannschaften

Die 1. Mannschaft ist mit einer 3:5-Niederlage gegen Osnabrück in die neue Verbandsliga-West-Saison gestartet. Das Team lag früh 0:4 zurück – ein denkbar schlechter Start.

Nur Rainer und Maksym konnten im Anschluss ihre Partien gewinnen. Dirk und Uwe spielten jeweils Remis und sorgten so zumindest für etwas Ergebniskosmetik.

Trotz des späten Aufbäumens war an diesem Tag nicht mehr drin. Im kommenden Spiel gilt es, von Beginn an geschlossen und konzentriert aufzutreten, um die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Auch die 3. Mannschaft unterlag knapp mit 2,5:3,5. Ben gewann bei seinem ersten Einsatz direkt seine Partie, ebenso Kapitän Sascha. Immanuel sicherte sich bei seinem Debüt ein respektables Remis.

Manfred, Wowa und Christoph mussten ihre Partien leider abgeben. Trotz der Niederlage zeigte das Team eine kämpferisch ordentliche Leistung – mit etwas mehr Glück wäre ein Punktgewinn möglich gewesen.

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3. Mannschaft

„Eigeninitiative und Disziplin werden belohnt“

In der kommenden Saison tritt unsere dritte Mannschaft in der Bezirksklasse Süd-Ost an. Sascha ersetzt dabei Mark in der Funktion des Mannschaftsführer, da dieser zum Kapitän der zweiten Mannschaft aufgestiegen ist. Im Vorfeld habe ich mit Sascha gesprochen und ein paar Fragen zur bevorstehenden Spielzeit gestellt.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch, Sascha, zur Ernennung als Mannschaftsführer der dritten Mannschaft. Wieso hast du dich dafür entschieden, die dritte Mannschaft künftig als Kapitän zu begleiten?

Sascha: Danke für die Glückwünsche. Es erfüllt mich mit Stolz und purer Lebensfreude, Kapitän der dritten Mannschaft zu sein. Ich sehe darin eine gute Möglichkeit, noch aktiver unseren Verein zu unterstützen und die Spieler bei der Verbesserung der Schachfertigkeiten begleiten zu können.

Sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft treten in der Bezirksklasse an. Was macht die Liga so reizvoll?

Sascha: Jede Liga hat ihre individuellen Stärken und Besonderheiten. Wenn es um Spielstärke und Spielerniveau geht, ist die Bundes- und Landesliga klar positioniert. Spieler, welche eine Herausforderung auf höchsten Niveau wollen, sind dort gut vertreten. Im Schachsport ist neben einer hohen DWZ oder Elo auch ein anderer Aspekt wichtig: Persönlichkeits- und Spielerentwicklung. Dafür ist die Bezirksklasse optimal platziert. In dem Bereich bis 1500 DWZ kann man in relativ kurzer Zeit viel Spiel- und Persönlichkeitserfahrung sammeln. Das bildet die Grundlage für das höchste Niveau im Schach. Unabhängig von der Liga sollte jeder Spieler selbst immer sein Bestes geben.

Nach welcher Grundlage wirst du jeweils an den Spieltagen die Mannschaft aufstellen?

Sascha: Ich möchte dem ganzen Kader die Möglichkeit geben, sich zu verbessern. Die Liste ist erstellt. Ich werde Eigeninitiative und Disziplin belohnen. Wenn es mehrere Spieler gibt, welche am Spieltag in Frage kommen zu spielen, wird die Aktivität der vergangenen Spiele und Anzahl aller Spiele mit in die Entscheidung einbezogen werden. Manchmal wird aber auch die Tagesform entscheidend sein. Dies ist aber eher die Ausnahme.

Sascha (rechts) freut sich auf die kommenden Aufgaben als Mannschaftsführer.

Wo soll die Reise in dieser Saison hingehen?

Sascha: Erstmal wächst die neue dritte Mannschaft zusammen. Und sie hat das Potenzial, sich schnell und stark zu entwickeln. Das setzt hohen Fokus und Disziplin voraus. Ich traue der Dritten alles zu und werde meine Zeit und Energie in die bestmögliche Unterstützung der Spieler investieren. Am Ende trägt jeder Spieler der Dritten zum Erfolg bei.

Und gibt es für die Saison persönliche schachliche Ansprüche, die du an dich stellst?

Sascha: Ich möchte als Kapitän auch selber mein Bestes geben. Sei es in der Verbesserung der DWZ bis 1500 oder der Unterstützung der Spieler beim Erreichen dieses Meilensteins. Ich möchte nach dem Erreichen dieses Zieles auch den Trainerschein der Klasse C absolvieren. Ich liebe es, die jetzigen und auch zukünftigen Spieler der Dritten und Zweiten positiv begleiten zu können. Das geht nur als Vorbild und durch Taten. Dazu trage ich bei, indem ich die Verantwortung der dritten Mannschaft nach besten Kräften und Gewissen als ihr Kapitän vertrete.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Klare Angelegenheit im vereinsinternen Duell

Am vergangenen Sonntag setzte sich unsere Zweitvertretung zum Saisonauftakt in der Kreisliga Süd relativ geschmeidig mit 3,5:0,5 gegen unsere neu gegründete dritte Mannschaft durch. Der deutliche Sieg überraschte, bewegten sich die Mannschaften ELO-technisch doch auf Augenhöhe.

Für den ersten vollen Punkt der Zwoten sorgte unser frischgebackener Bezirksjugendblitzmeister Fabian. Dieser kam bereits in der Frühphase gut ins Spiel und hätte in folgender Stellung den Deckel schon fast draufsetzen können.

Mit Lb5+ hätte Fabian bereits früh für klare Verhältnisse sorgen können.

Stattdessen zog Fabian Da4+ und ließ den klaren Vorteil verstreichen. Weil Danill sich in einigen Situationen richtigerweise dazu entschied das Läuferpaar zu behalten, konnte er sich trotz eines Bauern weniger in die Partie zurückkämpfen.

Bei seiner allersten Partie mit klassischer Bedenkzeit gab Danill eine gute Figur ab.

Mit zunehmender Spieldauer kippte die Stellung in Richtung Schwarz, Danill bog in die Siegerstraße ein. Doch dann passierte das, was so häufig in Schachpartien geschieht und das Brettspiel so gnadenlos macht:

Fabian bot als Weißspielender mit f4? den Damentausch an. Ein Fehler, denn wenn Weiß sich hier noch realistische Chancen auf einen Sieg ausrechnen möchte, muss er die Damen auf dem Brett behalten. Doch der vermeintliche strategische Fehler entpuppte sich als Falle, denn Danill zog daraufhin Lh6??, womit er die Dame und Partie einzügig einstellte. 1:0 für Vechta II.

Mit etwas Spielglück sorgte Fabian für den ersten Punkt der zweiten Mannschaft.

Am zweiten Brett verteidigte sich Andreas lange gegen Christoph, bevor er „am Ende den Druck nachgeben musste“, so Mannschaftsführer Mark. 2:0 für Vechta II.

Hielt lange mit, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben: Andreas – hier vermutlich gerade auf der Suche nach einem jeromeähnlichen Angriff mit Schwarz.
Christoph rang Andreas mit den weißen Steinen nieder und feierte damit einen Auftakt nach Maß.

Während es zwischen Fabian und Danill vogelwild zuging, ging es am dritten Brett bedeutend ruhiger zu. Dort trafen zum allersten Mal Daniel und Viktor aufeinander, die sich beide zunächst sehr kontrolliert entwickelten. Daniel übernahm früh die Kontrolle übers Zentrum, positionierte seine Springer und Läufer symmetrisch, wohingegen Viktor, wie wir ihn kennen, seine Figuren sehr bedächtig aufstellte, um später aus der Tiefe Angriffe zu initiieren.

Ruhiges Abtasten lautete die Devise beider Spieler.

Und wenn ich mich mal wieder einer Fußballanalogie bedienen darf, dann doch, dass die Partie einem typischen 0:0 glich, bei dem der erste Fehler spielentscheidend sein könnte. Et voila:

Daniel übersah beim zunächst sinnvoll erscheinenden Vorstoß c4, dass der c-Bauer nach Sxe4 und Lxe4 ungeschützt genommen werden darf. Ein glatter Mehrbauer für Viktor, dessen Spiel nun Fahrt aufnahm. Daniel fehlten die kreativen Ideen zum vernünftigen Gegenspiel, Viktor verwertete seinen Vorteil trocken zum 3:0 für Vechta II.

Nach Lc4 gab Daniel auf. Die Stellung ist aus weißer Sicht nicht mehr zu retten.

Viktor konnte der Partie seinen Stempel aufdrücken und Daniel bezwingen.
Hier schien die Sache für Daniel noch in Ordnung zu sein.

3:0 – der Drops war schon längst gelutscht, ehe Mark und Manfred sich zum zweiten Mal an diesem Tag friedlich die Hände reichen sollten. In der französischen Abtauschvariante unterliefen beiden Spielern kaum entscheidende Fehler. In der Crunchtime, dem Endspiel, übersah Manfred allerdings die Möglichkeit, mit etwas aktiverem Spiel entscheidenden Vorteil zu erzielen.

Manfred (Schwarz) steht minimal besser, da er den aktiveren König hat. Statt aber mit dem König den b4 Bauern zu attackieren, marschierte er mit seinen Bauern am Königsflügel voran – der Vorteil verpuffte. Wenig später einigten sich die Spieler auf Remis.
Manfred verpasst zum Ende die Chance auf den Sieg.
Mark sicherte für Vechta III den ersten halben Punkt in der Kreisliga Süd.

Am Ende gewann die Zwote überraschend klar mit 3,5:0,5 gegen Vechta III. Für Mark täuschte das Ergebnis jedoch über den Spielverlauf hinweg. „Das Ergebnis war zwar deutlich, aber es hätte auch in die andere Richtung gehen können. Es waren doch viele enge Partien. Mal sehen, was beim zweiten Aufeinandertreffen passiert“, so der Mannschaftsführer.

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3. Mannschaft

„Spaß soll nicht zu kurz kommen“

Am kommenden Wochenende startet die Kreisliga Süd in die neue Saison. Im Vorfeld habe ich mit dem Mannschaftsführer der neuformierten dritten Mannschaft Mark Schmitt gesprochen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Moin Mark, am kommenden Sonntag startet die Kreisliga Süd in ihre neue Saison. Du bist Kapitän der neu gegründeten dritten Mannschaft. Wie ist es überhaupt zur Gründung gekommen?

Mark: Schach hat die letzten Jahre einen gewaltigen Boom erlebt und davon hat auch Kaponier Vechta profitiert, weshalb wir jetzt sogar eine dritte Mannschaft gründen konnten.

Direkt am ersten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen gegen unsere „Zwote“. Wer ist deiner Meinung nach Favorit?

Mark: Wir haben dafür gesorgt, dass die Mannschaften in etwa gleich stark besetzt sind, sodass es hier keinen klaren Favoriten gibt. Das Spielglück und die Tagesform werden entscheiden, wer das vereinsinterne Duell gewinnt.

In der dritten Mannschaft befinden sich ja einige Spieler, für die es zum allerersten Mal zum Mannschaftskampf kommt. Worauf muss deiner Ansicht nach beim Mannschaftskampf geachtet werden?

Mark: Für einige wird es komplett Neuland sein, eine klassische Partie zu spielen. Auch für mich ist es lange her, dass ich einen Mannschaftskampf mit klassischer Bedenkzeit gespielt habe. Gerade für Neulinge ist es wichtig, nicht so schnell zu spielen und die Zeit richtig auszunutzen, um die Varianten nochmal genau zu berechnen. Schach ist ein unglaublich brutales Spiel und verzeiht einfach keine Fehler. Gleichzeitig muss man auch die anderen Bretter und den Spielstand im Auge behalten und eventuell sein eigenes Spiel daran anpassen.

Für die Kreisliga haben sich ja leider nur drei Mannschaften gemeldet. Kann da nicht schnell Langeweile aufkommen?

Mark: Das ist leider echt schade, weil mehr Mannschaften natürlich deutlich mehr Abwechslungen bedeuten. Aber man muss wie im Schach mit jeder Situation umgehen und so werden auch wir jeden Spieltag voll motiviert angehen und hoffen, dass vielleicht im nächsten Jahr sich mehr Mannschaften melden.

Gibt es ein konkretes Saisonziel, was du mit deiner Mannschaft erreichen willst?

Mark: Der Aufstieg wäre natürlich genial, aber sowas kann man nicht erzwingen. Wenn jeder sein bestes Schach zeigt, ist dies natürlich möglich.

Und worauf wirst du als Mannschaftsführer achten?

Mark: Dass trotz des Wettkampfes der Spaß nicht zu kurz kommt. Ähnlich kenn ich es auch aus anderen Sportarten. Wenn die Stimmung im Team gut ist, folgen meist gute Leistungen.

Danke für das Gespräch!