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Große Sorgen nach Niederlage in Lingen

Schönreden können wir uns die Situation nun nicht mehr: Weil wir am vergangenen Wochenende mit 3:5 in Lingen die dritte Auswärtspleite im dritten Auswärtsspiel einstecken mussten, stehen wir vorübergehend auf dem letzten Tabellenplatz. Ja, richtig gelesen. Wir sind aktuell Tabellenletzter in der Verbandsliga West. Seit unserem Aufstieg in die fünfthöchste Spielklasse hat es das noch nie gegeben. Dabei sah es am Sonntagvormittag zunächst noch so aus, als könnten wir etwas mitnehmen.

Ralf, der dankenswerterweise am achten Brett eingesprungen ist, verschaffte sich früh einen Vorteil. Über die halboffene h-Linie drang unser Kaponiero in die Hälfte des Gegners ein und verwandelte den zunächst nur optischen Vorteil in einen materiellen um. Am Ende übersah sein Gegner beim Versuch, mit einem Dauerschach den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen, ein einzügiges Matt. 1:0.

Am dritten Brett ist Jürgen bekanntermaßen eine sichere Bank. Ohne dass es jemals gefährlich wurde, sicherte unser Punktegarant gegen Ramón einen halben Punkt. 1,5:0,5.

Hoch her ging es am zweiten Brett zwischen Arne Böhme und Nazar. Böhme, mit Zweitligaerfahrung und in der letzten Saison mit sensationellen 7,5/8, gewann den offenen Schlagabtausch (meine Laiensicht) gegen Nazar. 1,5:1,5.

Von da an kippte der Mannschaftskampf leider in Richtung der Emsländer. Maksym verlor trotz zeitweise guter Stellung gegen die nun seit vier Ligapartien ungeschlagene Hannah Möller (1,5:2,5) und auch ich musste mich am sechsten Brett wegen einer missachteten Taktik Luis Scheibl vollkommen verdient geschlagen geben (1,5:3,5). Da auch Uwe gegen Christian Möller verlor (1,5:4,5), war die Auswärtsniederlage besiegelt.

Zwei kleiner Erfolge konnten zumindest Martin und Dirk noch feiern. Dirk erkämpfte sich einen halben Punkt gegen keinen geringeren als GM Lev Gutman (2:5). Währenddessen bekam Martin mit Weiß die Stonewall-Eröffnung aufs Brett:

Der klassische Stonewall-Aufbau mit den Bauern auf c6,d5,e6 und f5 verspricht Stabilität (?!). Schwarz peilt eine Attacke am Königsflügel an. Weiß hingegen bemüht sich darum, am Damenflügel anzugreifen.
In dieser Stellung hat Martin (Weiß) bereits einen Vorteil. Erst tauschte er die Damen ab, bevor er dann die Bauern weiter am Damenflügel vorschob und die schwarze Kette sprengte. Martins Angriff ging deutlich schneller voran, als der seines Gegners.
Am Ende infiltrierte Martins Turm die schwarze Stellung und schnappte sich nacheinander die Bauern. Bevor Martins h-Bauer unaufhaltsam auf die Grundreihe marschierte, gab sein Gegner Reinhard Iseke auf (3:5).

Trotz des Erfolgs von Martin reichte es am Ende nicht. Wir stehen, wie eingangs erwähnt, auf dem letzten Tabellenplatz und müssen uns gewaltig steigern, wenn wir nicht absteigen wollen.

Schwarz auf weiß: Wir haben zwar ein Spiel weniger, besser wird der Blick auf die Tabelle dadurch aber nicht.

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