Vergangenen Sonntag fand in Bremen ein Turnier der Jugendserie statt, an dem auch fünf Kaponierinhos teilnahmen. Mit Coach und Betreuer Ralf Westerhoff machte man sich am frühen Morgen auf dem Weg. Die Fahrt an die Weser sollte sich besonders für einen auszahlen.
Illja gewann mit sechs Punkten die Altersklasse U8. Lediglich gegen seinen Mannschaftskollegen Volodymyr zog er in der vorletzten Runde den Kürzeren, ansonsten gewann Illja jede Partie!
So sehen Sieger aus: Illja war zwischen den Runden am Chillen.
Aber auch unsere anderen Kaponierinhos konnten zum Teil beachtliche Leistungen zeigen. Der bereits erwähnte Volodymyr wurde in der U8 Fünfter. Mit Hilfe eines Sieges in der letzten Runde hätte er sogar noch aufs Treppchen steigen können.
Volodymyr holte in der U8 starke vier Punkte.
Ebenfalls in der U8 gestartet war Mischa, der mit einem Endspurt noch auf Platz neun vorstoßen konnte.
Bei Mischa standen am Ende des Turniers drei Punkte zu Buche.
In der U10 gestartet war Illja D., der sich in der Tabelle auf dem 27. Rang wiederfand. Zwei Siege hintereinander in Runde vier und fünf bescherten ihm diesen Platz.
Illja konnte zweimal in seiner Altersklasse gewinnen.
Ebenfalls nach Vechta gereist, aber an dem Tag schon zu den „alten Hasen“ der Kaponierinho-Delegation gehörend, ist Danill. Danill startete bei den Veteranen und wurde dort Neunter.
Den richtigen Pullover trug Danill an diesem Tag. Letztendlich wurde unser Jungspund Neunter.
Ein insgesamt toller Erfolg unserer Kaponierinhos, auf den noch gerne weitere folgen dürfen.
Von links nach rechts: Volodymyr Turkovskyi (5./U8), Dr. Oliver Höpfner (Werder Bremen), Illja Burdielov (1./U8), Illja Dovbush (26./U10), Ralf Westerhoff und Mischa Krylov (9./U8). Paul Schank fehlte krankheitsbedingt.
Die Ergebnisse können der Seite der Jugendserie (jugendserie.de) entnommen werden.
Zur Partie der Woche hat unser Turnierleiter Günter das Duell zwischen unserem Häuptling Rainer Hellmann und Nils Peters gekürt. Im Vorfeld waren die Rollen klar verteilt. Alles andere als ein Sieg für Hellmann wäre eine faustdicke Überraschung gewesen. Gelang Nils sein erster Coup des Turniers? Nachzulesen in der Partieanalyse von Günter, die mal wieder prächtig ausgearbeitet worden ist.
In der ersten Runde der Vereinsmeisterschaft 2025 kam es zum Aufeinandertreffen zwischen Andreas Kähler und Fabian Meinecke. Günter hat die Partie freundlicherweise analysiert und sie zur „Partie der Woche“ gekürt. Im Folgenden seht ihr die Partie mit der Kommentierung von Günter – nachspielen lohnt sich!
Am gestrigen Freitagabend startete die Vereinsmeisterschaft 2025. Insgesamt 13 Spieler kämpfen um die Krone des besten Kaponieros. Favorit in dem Turnier ist Titelverteidiger Klaus Peter, der in der ersten Runde Ralf mit den schwarzen Steinen bezwingen konnte.
Direkt ein Top-Duell in der ersten Runde: Klaus Peter (schwarz) konnte Ralf (weiß) niederringen.
Die Überraschung des Tages gelang sicherlich Danill, der mit Schwarz Mark einen halben Punkt abknöpfen konnte.
Danill (schwarz) holte gegen den Mannschaftsführer unserer Dritten Mark (weiß) einen halben Punkt.
Einen wichtigen Sieg in einer doch sehr chaotischen Partie gelang Emil gegen Sahim.
Emil (schwarz) ist zurück am Brett und gewann knapp gegen Sahim das Endspiel Dame + Turm vs Dame + Läufer.
Dass unsere Jugendspieler nicht zu unterschätzen sind, stellte Fabian gestern unter Beweis, als er Andreas schlug.
Andreas zeigte sich hochkonzentriert am Brett, musste sich am Ende gegen Fabian aber letztendlich geschlagen geben.
Drei Schwarzsiege bei vier Partien und ein Remis – ein eher unorthodoxer Start in das Turnier. Wer wird Vereinsmeister 2025? Die nächsten Wochen werden es zeigen.
Die ersten fünf Runden wurden bereits terminiert und können der PDF-Datei entnommen werden.
Zum Abschluss des Jahres 2024 nahmen unsere Kaponieros und Kaponierinhos an zwei offenen Turnieren teil. Während Martin das inzwischen traditionelle Silvesteropen in Bremen mitspielte, sind Ralf, Nazar und Fabian bis tief an die niedersächsische Grenze nach Uelzen gereist, um sich beim 1. Uhlenköper-Open zu beweisen.
Für Martin lieft das Turnier alles in allem solide. Zwar konnte er keinen Sieg einfahren, doch verlor er in sieben Runden auch nur dreimal, sodass am Ende zwei Punkte zu Buche standen. Angesichts des starken Teilnehmerfeldes ein Ergebnis, womit Martin bereits im Vorfeld ein stückweit rechnete: „Wie erwartet habe ich starke Gegner bekommen, so dass ein besseres Ergebnis nicht drin war“, sagte er
Mit zwei Punkten beendete Martin das Silvester Open in Bremen auf dem 36. Rang und damit einen Platz besser als er gestartet war.
Besonders mit den weißen Steinen wehrte sich Martin gegen stärkere Gegner gekonnt und ließ kaum etwas anbrennen. Beispielhaft dafür steht die Partie gegen Peter Pautz (2001).
Die bekannte Stonewall-Verteidigung mit Schwarz ist für den Weißen nicht einfach zu knacken.
Die Stellung blieb die gesamte Partie über statisch und geschlossen. Nur die a-Linie öffnete sich, über die Martin kurz die Kontrolle übernehmen konnte und minimal besser stand.
Der Computer attestiert dem Weißspieler in dieser Stellung leichte Vorteile. Ein Durchkommen ist dennoch nicht einfach.
Den optischen Vorteil ganz verwerten konnte unser Kaponiero zwar nicht, doch er sicherte sich ohne Probleme ein Remis.
Nach Kd3 einigten sich die Spieler auf Remis.
Grundsätzlich war Martin mit dem Turnier in Bremen sehr zufrieden: „Die Bedingungen im Atlantic-Hotel sind optimal, sodass ich das Turnier uneingeschränkt empfehlen kann“, lobt er.
Ein Blick in den Turniersaal lässt erahnen, wie professionell die Veranstalter das Silvester Open organisiert haben.Die Spitzenbretter wurden nicht nur live im Internet übertragen, sondern waren auch auf einer großen Leinwand am Spielort für Zuschauer zu sehen.
Achterbahnfahrt der Gefühle in Uelzen
Eine etwas längere Fahrt angetreten sind Nazar, Fabian und Ralf, die nach Uelzen zum 1. Uhlenköper-Open gereist sind. Für Fabian war es die allererste Teilnahme an einem Open.
2,5 Punkte standen für Fabian am Ende auf der Habenseite, darunter ein Remis gegen eine 1650erin.
Dass bei der ersten Turnierteilnahme noch nicht alles rundlaufen würde, war wohl zu erwarten. Fabian schlug sich gegen teils deutlich stärkere Spieler aber wacker und bewies in Sachen Kampfgeist Qualitäten eines Kaponieros.
Die fast richtige Schachmontur hatte Fabian auch dabei.
Auch die Analyse im Nachgang der Partie ging der Noch-Kaponierinho Fabian wie ein waschechter Kaponiero an.
Vom Kaponierinho zum Kaponiero? Ein wohl bekannter Trick von uns Kaponieros besteht darin, die Stellungen schön zu trinken.
Hoffnungen für ein gutes Turnierergebnis steckten in Nazar, der auf Rang 13 gestartet war. Leider waren seine Leistungen aber nicht konstant genug, weshalb er nicht ganz oben angreifen konnte.
Die Grenzen bekam Nazar wie zuletzt gegen bedeutend stärkere Spieler aufgezeigt.
Zumindest seine Pflicht erfüllte unser Kaponierinho aber wie gewohnt. Gegen nominell schwächere Spieler gewann er weitestgehend ohne Probleme.
Td5? ist natürlich ein Fehler, weil Nazar mit Ld4 die Qualität gewinnt.
Die Stellung mit der Mehr-Qualität gegen Schachfreund Friedjof Harms nach Hause zu schaukeln, war für Nazar letztendlich nur Formsache.
Die Endstellung zwischen Harms und Nazar. Nach Ke6 resignierte Harms.
Möglicherweise waren es aber auch die äußeren Umstände, wie nachfolgendes Bild erklärt, die dazu führten, dass unseren Kaponierinhos im entscheidenden Moment ein wenig Biss fehlte.
„Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!“ Ob die Bettwäsche motivierend für unseren Kaponierinho war?
Ein recht ordentliches Turnier spielte unser Senior und Kaponiero der ersten Stunde Ralf. Obwohl auch er die letzte Runde nicht siegreich gestalten konnte, sind vier Punkte eine solide Ausbeute.
Ralf zeigte insgesamt eine ansprechende Leistung in Uelzen.
Das Jahr 2024 ist zu Ende. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass kaum ein Schachjahr in Vechta so intensiv war wie dieses. Wir sind ein wenig müde, legen uns kurz hin und kommen dann noch ambitionierter zurück. Guten Rutsch Euch!
Vom 07.12. – 08.12. fanden in Braunschweig die niedersächsischen Blitzeinzelmeisterschaft und -mannschaftsmeisterschaft statt. Für das Einzelturnier qualifiziert hatten sich im Vorfeld unsere beiden besten Spieler Nazar und Dirk. Letzterer kam alles andere als gut aus dem Quark; Dirk startete mit 0,5/6. Am Ende konnte er sich noch einigermaßen fangen und 9,5 Punkte holen, was Rang 17 in der Endtabelle bedeutete. Einen klare besseren Start legte Nazar hin, der mit 3/4 für Aufsehen sorgte.
Nazar im Duell gegen den späteren Turniersieger Hannes Ewert (SV Hellern).
Dann brach aber unser Trockenfruchtexperte (siehe Foto unten) zusammen, kassierte Pleite um Pleite, bis er nach sechs Niederlagen in Folge den Negativtrend stoppen konnte. Im letzten Drittel spielte Nazar dann nochmal famos auf und landete mit 11,5 Punkten auf Rang 13.
Nazar konnte einiger starke Spieler schlagen, unter anderem den IM Frank Kroeze gleich zweimal.
Das Blitzeinzel gewonnen hat Hannes Ewert (SV Hellern), knapp vor Tobias Vöge (HSK Lister Turm) und Matthias Tonndorf (Hamelner SV).
Ausgeschlafen ging es dann für uns als Vierermannschaft (Nazar, Dirk, ich und Ralf) in das Mannschaftsmeisterschaftsturnier. Von 15 Teams wurden wir (enttäuschender) 13. Obwohl wir gegen viele Topvereine ansprechende Leistungen zeigten, reichte es jeweils knapp nicht für einen Überraschungspunkt. Ganz unzufrieden waren wir mit unserer individuellen Performance dennoch nicht. Freude bereitet hat das Turnier in jedem Fall!
Von links nach rechts: Dirk, Ralf, Nazar und ich.Nazars Nebengewerbe in Braunschweig.Hochkonzentriert in der Partie gegen den SK Lehrte.Dirk war wie gewohnt am zweiten Brett eine sichere Bank.
Die genauen Ergebnisse könnt ihr der Homepage des NSV entnehmen.
Am vergangenen Samstag fand in Vechta am Gymnasium Antonianum zum allerersten Mal ein Turnier der Jugendserienreihe statt. In sechs Altersklassen duellierten sich Jung und Alt um Pokale für die Glasvitrine. Insgesamt 82 Schachspielerinnen und Schachspieler aus der Region nahmen daran teil. Die Ergebnisse können der Website der Jugendserie entnommen werden: https://www.jugendserie.de/
Einige Impressionen der Siegerehrung:
Wir bedanken uns bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung und speziell bei Ingo Böhm für die Bereitstellung der Räumlichkeiten!
Anwesend auf dem 2. Lemförder Schnellschach-Open waren unsere Kaponieros Manfred, Mark und Fabian. An dem Turnier nahmen viele namhafte Spieler teil, unter anderem Ulf Andersson, ein bekannter Großmeister aus Schweden.
Unsere drei Kaponieros zeigten alle ansprechende Leistungen, besonders Mark machte mit einigen Achtungserfolgen gegen weitaus stärkere Spieler auf sich aufmerksam! Das Turnier am Ende gewann IM Leon Pajeken.
Ein Ausschnitt der Endtabelle. Mark wurde 19., Manfred 23. und Fabian 31.
Auf unterschiedlichen Turnieren und Wegen waren unsere Kaponierinhos in den vergangenen Wochen erfolgreich. In Lembruch nahmen Danill, Fabian und Karl an einem Jugendserienturnier teil. Danill (U16) wurde in der Gesamtwertung der Altersklasse U16/U18 Erster, Fabian folgte ihm auf den zweiten Gesamtplatz und wurde in seiner Altersklasse U18 Sieger. Karl belegte im Gesamttableau Rang vier und war damit zweitbester Jugendlicher in der U16.
Karl, Danill und Fabian waren in Lembruch allesamt erfolgreich.Die nächste Trophäe in der Vitrine für Fabian.
Im A-Open des NSV-Jubiläumsgrandprix kämpfte Nazar lange um die ersten drei Plätze mit. Nur in der letzten Runde musste er sich dem Großmeister Hagen Poetsch geschlagen geben. Davor schlug er drei starke Spieler und remisierte gegen Tom Peters (2165 DWZ). Am Ende feierte Nazar nach einem seiner besten Turnierleistungen in diesem Jahr den achten Platz.
Am Ende konnte sich sein Ergebnis mehr als sehen lassen: Bei seiner allerersten Teilnahme an der Bezirksjugendeinzelmeisterschaft überhaupt feierte Fabian gleich zwei Erfolge. Zum einen krönte er sich etwas überraschend zum Blitzmeister und ließ dabei sogar zwei 1700er hinter sich. Zum anderen wurde er in seiner Altersklasse U18 unter klassischer Bedenkzeit Dritter. Zwei Pokale demnach für Fabian, der selbst sagt, mit der Leistung zufrieden zu sein.
Allzu lange Kaponiero ist er noch nicht, seinen ersten Triumph kann er dennoch schon feiern: Mit 11/12 Punkten kürt sich Klaus Peter Schermeier zum Vereinsmeister 2024! Mit einem Punkt mehr verweist er Günter und Emil auf die Plätze zwei und drei.
Klaus Peter gewinnt die Vereinsmeisterschaft 2024. Hier im Duell gegen den Wilhelmshavener SC vom letzten Wochenende.
Obwohl die drei Setzlistenersten auch die ersten drei Plätze bekleiden konnten, hatte das Turnier einige Überraschungen parat. Die Endtabelle:
Am 1. September fand das traditionelle Barnstorfer Open in seiner 18. Auflage statt. Von den insgesamt 22 Schachspielerinnen und Schachspieler waren zehn Kaponieros dabei. Die sportliche Dominanz von unserer Seite blieb allerdings leider aus, wenngleich einige Kaponieros zu überzeugen wussten.
Gute Laune vor Start der Partien.
Bester Vertreter aus unseren Reihen mit 4,5 Punkten wurde Mark Schmitt, der damit seine aufsteigende Form bestätigen konnte. Turniersieger wurde Claudius Gottstein von Bad Essen. Die Endtabelle:
Eine schöne Taktikaufgabe hat uns Mark zugesendet aus der fünften Runde gegen unseren Lohner Schachfreund Sahim Buljevic:
Mit welcher feinen Taktik entschied Mark das Spiel?
Andreas hochkonzentriert in seiner Partie mit den weißen Steinen.
Lange braucht es, bis Bill Murray versteht, dass er immer wieder ein und denselben Tag erlebt. „Und täglich grüßt das Murmeltier“ heißt der im Jahr 1993 erschienene Film, in dem der egozentrische Wetteransager Murray in einer Zeitschleife gefangen steckt und dieser erst entkommen konnte, nachdem er zu einem selbstlosen Menschen geworden ist.
Ungefähr so ähnlich muss sich auch Dirk gefühlt haben, der am vergangenen Stoppelmarktsonntag die 5. Auflage des prestigeträchtigen Christian Walter Chess Master Open (CWCMO) gewinnen und seinen Titel verteidigen konnte. Gut okay, Dirk ist weder egozentrisch noch für seine meteorologischen Fähigkeiten bekannt, doch die Parallelen zum Turnier im Vorjahr waren definitiv murmeltierfilmverdächtig. Wieder musste eine Armageddon-Partie – ja, so heißt es im Schachjargon aus überhaupt nicht kompensatorischen Gründen – herhalten, um den Sieger zu ermitteln. Filmreifer hätte man es also nicht zuspitzen können. Mit Dirk und unserem Oldenburger Schachfreund Sebastian Mueer (2200 Elo) rangierten nach sieben Runden die nominellen Turnierfavoriten mit jeweils 6,5 Punkten an der Spitze.
Nachdem Tisch und Stühle für das grande finale aufgebaut waren, sind Schaulustige vermutlich zunächst davon ausgegangen, dass der Stoppelmarkt in jedem Moment seinen besten Armdrücker küren würde.
Dirk (links) gegen Sebastian (rechts) kurz nach Start des Stichkampfes.
Gespielt wurde aber „nur“ Schach, doch kraftvoll ging es zwischen den beiden trotzdem zu: Dirk packte seinen schnellen Londoner aus dem Werkzeugkasten aus, Sebastian, bekannt für seine ausgiebigen Eröffnungskenntnisse, hielt das Gleichgewicht. Es tauschten sich nacheinander die Figuren ab, bis wir folgendes Endspiel erreichten:
Die Stellung ist zwar objektiv Remis, doch aus praktischer Sicht fand Dirk eine letzte Gelegenheit, um Spiel zu erzeugen. Mit f5 schwächte er die Bauernstruktur von Sebastian. Dieser marschierte mit seinem König in Richtung Damenflügel und pflückte den verbliebenen weißen Bauern, während Dirk sich am Königsflügel bediente. Schließlich ging es über in ein filmskriptwürdiges Freibauernlaufen auf beiden Seiten, bis zur Umwandlung zweier Damen. Weil Dirk aber den etwas aktiveren König hatte und einen letzten Freibauern bilden konnte, tauschte er in beidseitiger Zeitnot die Damen ab, woraufhin Sebastian aufgab – Dirks Freibauer wäre nämlich unaufhaltsam durchgelaufen. Was ein Thriller.
Neben dem hochspektakulären Finale gab es aus Kaponiero Sicht weitere erfreuliche Ergebnisse. Da wäre zum einen Marks überraschender dritter Platz, den er sich dank Siegen gegen Stefanie Silber (Delmenhorster SK), Christoph und einen halben Punkt gegen Klaus Peter redlich verdient hat. Zum anderen haben wir uns alle für die vier ukrainischen Kinder gefreut, die unter den Augen ihrer Mütter bzw. Eltern an ihrem allerersten Schachturnier teilgenommen haben und am Ende sogar kleine Geschenke überreicht bekamen.
Strahlende Gesichter bei Mischa, Ilja, Ralf, Wolodmir und Ilja (von links nach rechts).
Generell schnitten die Kaponieros sehr erfolgreich ab, wie die Endtabelle zeigt:
Dass eine ganze Oldenburger Delegation nach Vechta gereist ist, um am CWCMO mitzumachen, hat uns besonders gefreut.
Zu guter Letzt gilt ein besonderer Dank dem Team des alkoholfreien Zeltes für die Organisation und den reibungslosen sowie angenehmen Ablauf des Turniers. Auch möchten wir uns bedanken bei den sechs Kaponieros, die am Sonntagmittag in der Schicht von 13 – 18 Uhr ehrenamtlich unterstützt haben.
Unsere ehrenamtlichen Helfer von links nach rechts: Nazar, Sascha, Mark, Ralf und Dirk. Es fehlt Fabian.
Positiv festzuhalten bleibt, dass Schach ein öffentlichkeitswirksamer Sport sein kann, wenn die richtigen Hebel bewegt werden.
Und falls es sich im nächsten Jahr ähnlich zuträgt, das Wetter, die ausgelassene Atmosphäre, die Spannung und vielen begeisterten Schachspielerinnen und Schachspieler, dann bleiben wir gerne in dieser Zeitschleife.
Vom 09. – 11.08. fand in Wolfenbüttel das 18. Lessing Open statt, an dem unser Kaponiero Ralf und unser Kaponierinho Nazar teilnahmen. Während es bei Nazar im A-Open diesmal nicht so gut verlief und er das Turnier unter seinen Erwartungen mit leider nur 1,5 Punkten abschloss, spielte Ralf im B-Open herausragendes Schach und triumphierte – zumindest in seiner Ratinggruppe.
Mit einer Eloperformance von 1941 (!), vier von fünf Punkten und davon drei Siegen mit den schwarzen Steinen rangierte Ralf am Ende auf dem achten Platz.
Als Sahnestück kann seine letzte Partie herangezogen werden, in die er zunächst mit einer frühen Qualität weniger schlecht reingekommen war. „Gekämpft wie ein Löwe“ (Ralf), drehte er dennoch das Spiel und übertölpelte seinen Gegner sehenswert.
Ralfs Gegner spielte das fatale De1?? Mit welchem „Ausmacher“ beendete unser Kaponiero die Partie?
Am vergangenen Wochenende nahmen Dirk, Nils und ich am 4. Kurt Pape-Open in Bad Pyrmont teil. Das Turnier findet inzwischen jährlich zu Ehren von Kurt Pape statt, der 49 Jahre lang Vereinsvorsitzender des Hamelner SV gewesen ist. In Summe, da waren wir uns schnell einig, war es ein wiederholungsbedürftiges Schachwochenende. Nicht nur, weil wir in der wohl schönsten Unterkunft der Region nächtigen konnten, einem modernen Ferienhaus in idyllischer Lage, sondern auch weil die Spieltatmosphäre alles bot, was sich das Schachherz wünscht: DGT-Bretter mit Liveübertragung, damit auch noch unsere künftigen Enkelkinder über die bösesten Schnitzer ihrer Großväter lachen können.
Viel Platz und gutes Material: Die Spielatmosphäre im Lindenhof war erstklassig.
Für unseren Newcomer Nils war es die allererste Teilnahme an einem Schachturnier mit DWZ-Auswertung. Entsprechend neu und unbekannt waren die Eindrücke, der Ablauf und das Publikum für ihn. Nils‘ selbst erklärtes Ziel war es, nach dem Turnier eine erste Wertungszahl zu haben. Dafür hätte ihm ein halber Punkt gegen einen Spieler mit einem Rating genügt. Leider kam er aber nur dank einer spielfreien Partie zu einem Punkt.
Seine wohl beste Leistung zeigte der einstige Warhammer-Spieler in der ersten Runde. Lange Zeit hielt er gegen seinen jungen Gegner die Waage, wickelte über einen Leichtfigurentausch in ein vollkommen ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel ab.
Nils spielte mit Schwarz und hielt über weite Strecken den Ausgleich.
In diesem aber fehlte Nils noch die Schacherfahrung, um den besagten Ausgleich zu halten.
In dieser Stellung zog Nils fälschlicherweise e4?, vermutlich mit der Idee, die Stellung aufzubrechen und Spiel zu kreieren. Jedoch braucht es das nicht. Deutlich klüger wäre es gewesen, mit f6! die Bauernkette zu stabilisieren und so das Eindringen des Weißspielers in die gegnerische Hälfte – eine Fußballmetapher darf doch erlaubt sein – zu torpedieren. Mit der e4-Idee riss Nils aber die e-Linie auf, es kam zum Austausch zweier Schwerfiguren und plötzlich war die heile Welt nicht mehr in Ordnung.
Die zwei weißen Freibauern können arglos marschieren, das Endspiel ist hoffnungslos verloren für Schwarz,.
Ganz anders verlief es zunächst für Dirk, der mit einer mehr als beachtlichen 3,5/4 Ausbeute ins Turnier gestartet war, darunter ein Remis aus der Position der Stärke gegen FM Bernd Laubsch. Anschließend war Dirk sogar drauf und dran, seinen ersten IM-Skalp gegen den späteren Turniersieger Jonathan Carlstedt einzufahren.
Dirk spielte mit den weißen Steinen und zog hier das sehr bedrohliche Ld6, mit der Idee, den einzigen Verteidiger für das Feld e6 auszuschalten, um so in die gegnerische Hälfte zu infiltrieren. Dirks Stellung verbesserte sich peu a peu.
Nun stehen seine Figuren vollkommen harmonisch. Die Türme visieren den rückständigen Bauern auf e6 weiterhin an, die Läufer kontrollieren wichtige Diagonalen. Carlstedt steht vollkommen passiv und muss darauf hoffen, nicht einzugehen. Vermutlich hätte Dirk diese Stellung gegen viele Gegner seiner Spielstärke mit Leichtigkeit gewonnen. In der Folge opferte er eine Qualität und drückte weiter auf den Sieg.
Wir näheren uns der kritischen Phase: Die weiße Bauernstruktur ist derartig solide, dass ein schwarzer Angriff nahezu unmöglich scheint. Es existiert vermutlich nur eine einzige Ressource, um als Schwarzspieler Gegenspiel zu erzeugen. Wer sieht es? Richtig, es ist b4 mit Öffnung der c- oder a-Linie. Natürlich erspähte Carlstedt dieses Potential und setzte zum Gegenangriff an, der allerdings zu scheitern drohte…
…wenn Dirk in dieser Stellung den Gewinnzug Txb5 nicht übersehen hätte. Stattdessen wickelte er die Türme mit Td7+ ? ab, woraufhin die Partie zugunsten Carlstedt kippte. Wenig später musste Dirk sich geschlagen geben. Wie bitter!
Am Ende landete Dirk im A-Open mit 4,5 Punkten auf einem erfolgreichen 8. Platz, ich wurde mit 3,5 Punkten solider 24. Nils wurde im B-Open 64. Obwohl es sportlich an der einen oder anderen Stelle mit ein wenig mehr Präzision bei uns allen hätte besser laufen können, sind wir hochzufrieden nach Hause gefahren. Fest vorgenommen haben wir uns, auch im nächsten Jahr nach Bad Pyrmont zu fahren. Vielleicht dann auch mit mehr Kaponieros und Kaponierinhos im Gepäck.
Ein Blick in den Turniersaal mit den Spitzenbrettern des A- und B-Open.
Die Turniersieger: IM Jonathan Carlstedt (links) gewann das A-Open, Karl Teille (rechts) das B-Open.
Am Stoppelmarktsonntag, den 18.08, findet um 18 Uhr auf der Veranstaltungsfläche des alkoholfreien Zeltes das 5. Christian Walter Chess Master Open statt. Gespielt wird in einer aufgelockerten Atmosphäre, passend zu unserem jährlichen Fest der Feste. Ob blutiger Anfänger oder Großmeister in spe, jede und jeder kann an dem Turnier teilnehmen.
Von unserer Seite werden wie auch im letzten Jahr wieder zahlreiche Vereinsmitglieder dabei sein. Dirk hat immerhin das große Ziel vor Augen, den wohl wichtigsten Titel seiner Karriere zu verteidigen.
Die Stichkampfpartie zwischen Dirk (rotes Shirt) und seinem Gegner unter den Augen schaulustiger Massen. Am Ende setzt sich unser Kaponiero durch.
Strahlend steht Dirk zwischen dem legendären turniernamensgebenden Christian Walter (links) und Mitorganisator Bernd Josef Leisen (rechts), genauso legendär, aber leider immer noch ohne Turnier, was nach ihm benannt wurde.
Wir würden uns freuen, Euch zu sehen. Ob am Brett oder beim Plausch mit Kaltgetränk am Spielfeldrand.
Bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Blitzschach sind wir gleich dreifach erfolgreich gewesen. Unsere erste Mannschaft, mit der Aufstellung Nazar, Dirk, Christoph und Kai, wurde ungeschlagen Bezirksmannschaftsmeister. Unsere Zwote, vertreten durch Ralf, Manfred, Fabian und Sascha, wurde zwar am Ende letzter, doch jeder von ihnen sammelte wertvolle Erfahrung für kommende Turniere.
Durch den Titel haben wir uns für die Niedersachsenmannschaftsmeisterschaft im Blitzschach qualifiziert.
Die freudestrahlenden Kaponieros: Nazar, Christoph, Sascha, Dirk, Manfred, Ralf, Fabian und Kai (von links nach rechts).
Beim anschließenden Einzelblitzturnier setzte sich Dirk mit 11,5/12 vor dem Oldenburger FM Dirk Bredemeier (10,5/12) und Nazar (10/12) durch. Sowohl Dirk als auch Nazar haben sich damit für die niedersächsische Blitzeinzelmeisterschaft qualifiziert.
Am vergangenen Wochenende fand in Verden an der Aller der niedersächsische Mannschaftspokal statt, für den wir, wie auch schon im letzten Jahr, eine motivierte Truppe stellen konnten. Mit dem Ziel uns möglichst gut zu präsentieren, nahmen wir täglich die Strecke Vechta-Verden und wieder zurück auf uns. Von den insgesamt acht gemeldeten Spielern kamen sieben von uns zum Einsatz. Für Mark und Fabian war es sicherlich die Premiere, als Spieler des Vereins an einem Turnier auf so einem hohen Niveau mitzumachen. Denn das Teilnehmerfeld ließ sich wirklich sehen: Neben den traditionell starken Mannschaften aus Lehrte, Oldenburg, Uelzen, Nordhorn und Hameln gab sich auch der Bundesligaabsteiger HSK Lister Turm die Ehre, um in fünf Runden um Niedersachsens Pokalkrone zu kämpfen.
Günter, Nazar, Mark und Dirk (von links) vor der ersten Runde.
Dass wir uns angesichts der starken Konkurrenz keine Hoffnungen auf das Treppchen machen konnten, brachte uns im Vorfeld nicht von dem Gedanken ab, trotzdem eine ansprechende Leistung zeigen zu wollen. Zum Auftakt am Freitag mussten wir uns jedoch direkt deutlich mit 0:4 gegen Nordhorn geschlagen geben. Am Samstagmorgen zeigten wir eine positive Reaktion auf die Niederlage und rangen den SC Läufer Verden verdient mit 3,5:0,5 nieder. Zum Knackpunkt des Turniers wurde schließlich die dritte Runde gegen die Schachfreunde aus Lüneburg. Als leicht favorisiert in den Mannschaftskampf gegangen, konnte nur Günter als einziger von uns einen vollen Punkt ergattern, sodass wir uns mit 1,5:2,5 (Dirk spielte Remis) geschlagen geben mussten. Die Schachdrachen aus Isernhagen führten uns in der vierten Runde dann mehr oder weniger vor, wobei Dirk über weite Strecken der Partie dem Supertalent Nikita Nechitaylo Paroli bieten und Fabian einem 1900er Spieler das Leben so gut es ging schwer machen konnte. Trotzdem hieß es am Ende auch hier deutlich 0:4. Gegen den Peiner SV in der letzten Runden kamen wir trotz unseres erneuten Favoritenstatus nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus.
Im unteren Drittel vor Turnierbeginn gestartet, liefen wir als Drittletzter ins Ziel ein. Auch wenn wir nicht jedes Spiel mit der Top-Besetzung angetreten sind, sind wir mit dem Gesamtergebnis nicht zufrieden.
Er kam, sah, verlor und siegte trotzdem: Am gestrigen Freitagabend konnte Dirk das in Lohne alljährlich stattfindende Osterblitz für sich entscheiden. Obwohl er in der allerersten Runde eine Niederlage einstecken musste, rollte er in der Folge das stark besetzte Teilnehmerfeld von hinten auf und setzte sich am Ende schließlich souverän mit elf von zwölf Punkten durch.
Blitzt gerade an Ostern wie ein alter Hase: Dirk
Bei einer, so hieß es vor Turnierstart, Rekordteilnehmerzahl von 22 Schachfreunden mussten kurzfristig die Räumlichkeiten erweitert werden. Da es aber nur den einzig körperlich belastenden Part unseres Sports bedarf, um Spielbedingungen zu ermöglichen, nämlich: Tür auf, Tische zusammenschieben, Bretter und Figuren aufstellen, ging es nahezu pünktlich los!
Während Dirk also in der ersten Runde verlor, startete Andreas makellos ins Turnier. Erst gegen Hermann Enneking (SV Caissa Wolfenbüttel), dem späteren Drittplatzierten, unterlag er in der dritten Runde wegen eines irregulären Zuges. Möglicherweise wurden sowohl Andreas als auch weitere Schachfreunde von der unübersehbaren optischen Einzigartigkeit Ennekings irritiert, der mit einem kunterbunten Ernie & Bert Pullover unserem eigentlich schachspielertypisch dunklen monotonen Modegeschmack farblich entgegenwirkte. Der Preis für das Outfit of the day geht also an Enneking.
Schachlich lief es für uns Kaponieros über weite Strecken erfolgreich. Meine Wenigkeit rangierte wegen der besseren Feinwertung auf Platz zwei vor dem punktgleichen besagten Enneking. Unser Jungspund Fabian (10. Platz) holte glänzende 50% und war zwischenzeitlich sogar Teil der Verfolgergruppe. Auch Danill (3,5 Punkte/20. Platz) und Karl (4 Punkte/18. Platz) konnten bei ihrem wohl ersten Blitzturnier in der Größendimension gut abschneiden. Andreas ordnete sich solide mit viereinhalb Punkten im unteren Mittelfeld (16. Platz) ein; in der gleichen Tabellenregion, wenngleich für die eine oder andere Überraschung sorgend, fand sich unser baldiges Neu-Mitglied Mark (5,5 Punkte/13. Platz) wieder.
Unsere Vechtaer Urgesteine Manfred (5 Punkte/15. Platz) und Rainer (4 Punkte/19. Platz) konnten auch Zählbares feiern.
Alles in allem ein gutes Turnier unserer Kaponieros Delegation! Ein großer Dank gebührt den Schachfreunden aus Lohne und speziell Bernhard Nortmann, der das Turnier wie gewohnt perfekt leitete.
Die diesjährige Vereinsmeisterschaft ist in vollem Gange und steht gegenwärtig unter dem Zeichen einer regelrechten Taktikschlacht. Teils schnelle und teils langatmige Partien mit unterschiedlichen taktischen Motiven prägten die vergangenen Wochen.
Bereits vor zwei Wochen trafen Christoph und Günter aufeinander. Das Duell der Mannschaftskollegen versprach ausgeglichen zu werden, doch allzu spannungsvoll ging es zwischen den beiden nicht zu. Und das etwa nicht, weil, wie es auch mal vorkommt, schnell die Waffen gestreckt und sich auf Remis geeinigt wurde, sondern weil Christoph zu Überraschung aller Kiebitze eine bekannte Taktik übersah, die in eine fixe Niederlage mündete.
Christoph (Schwarz) zog in dieser Stellung das fatale b5? Für alle Taktikfans unter uns: Mit welchem Schlag bog Günter in die Siegerstraße ein?
Richtig, Lxf7+! Auf das nahezu unausweichliche Kxf7 folgte die unbequeme Gabel Se5+! mit Doppelangriff auf König und Läufer. Christoph wich nach g8 aus, dem vermeintlichen Schlupfloch. Günter eroberte die geopferter Figur (Sxg4) zurück, hatte zudem einen Mehrbauern, eine gesündere Bauernstruktur und einen deutlich besser postierten König – die Partie ist in höherem Sinne schon gelaufen. Doch Christoph verlor in dieser Situation die Übersicht und nahm in Erwartung eines Tausches den Springer raus (Sxg4). Doch das führte zum forcierten Ende.
Wie finalisierte Günter die Partie? Die Frage lassen wir mal unbeantwortet; mit ein wenig Bedenkzeit sollte es jeder sehen.
Günter, der aufgrund seiner DWZ neben Klaus Peter Top-Favorit auf den Vereinsmeisterschaftstitel ist, duellierte sich gestern Abend mit Ralf. Wieder ein Duell zwischen zwei Mannschaftskollegen und wieder einmal dauerte es nicht lange, bis die Partie endete. Doch, man höre und staune, dieses Mal war es Günter, der vom furios aufspielenden Ralf bereits in der Eröffnung überspielt wurde.
Schon jetzt stand Ralf (Weiß) auf Gewinn. Die Dame-Läufer Batterie fokussiert f7, alle weißen Figuren sind prima entwickelt, während Schwarz darauf hoffen muss, irgendwie noch den Kopf aus der Schlinge ziehen zu können. Ralf spielte munter drückend weiter…
Nach Lb5+ hat Günter genug gesehen und resignierte. Ralf sorgte für die erste dicke Überraschung der Vereinsmeisterschaft.
Günter zwang zuerst Christoph in die Knie, ehe er von Ralf geschlagen wurde. Hier während des Mannschaftskampfes gegen den Wilhelmshavener SC.
Auch Artur wollte nach seinem Triumph gegen Juri nachlegen und unserem nächsten Vereinsroutinier die Stirn bieten. Doch Emil konnte in der Frühphase der Partie eine Figur gewinnen und das Spiel in seine Richtung lenken. Artur wehrte sich nach Kräften und wickelte in ein Turmendspiel ab, welches zwar technisch gesehen gewonnen war, doch auch erstmal den Praxistest hätte bestehen müssen. Am Ende münzte Emil die Partie in einen Sieg um.
Strahlemann Artur während seiner Begegnung gegen Emil.
Zwischen Nils und Sascha deutete sich zunächst eine ruhige und ausbalancierte Partie an, ehe beide damit anfingen, mit offenem Visier zu spielen. Wie in einer geschlossenen Caro-Kann Partie üblich, versuchte Weiß, in dem Fall Nils, Spiel und Druck am Königsflügel zu erzeugen, wohingegen Schwarz (Sascha) versuchte, das Zentrum anzuhebeln und seine Figuren über den Damenflügel ins Spiel zu bringen.
Nils drückte weiter auf Vorteil und erspielte sich diesen sukzessive auch. Die weißen Läufer blickten tief in des gegnerischen Stellung, Saschas König war zwischendurch vollkommen exponiert. Doch dann unterlief Nils ein Fehler.
In dieser Stellung entschied sich Nils dazu, den ungedeckten Bauern auf g3 zu verteidigen. Doch Tf3? ist deutlich zu passiv, auch weil ein mögliches Txg3+ kaum Gefahr ausstrahlt, da der weiße König sich sicher auf h2 verstecken könnte. Vielmehr noch hätte die offene g-Linie für Sascha mittelfristig zum Problem werden können. Statt Tf3 wären Sxd5! oder Tf5! besser gewesen – Druck erhöhen, dann die Lichter ausknipsen. Doch Sascha lief die Zeit davon…
…und Nils opferte mit Lh7+ eine weitere Figur, mit der Idee, nach Kxh7 mit Lg5+! die Dame zu gewinnen. Dazu kam es allerdings nicht mehr, weil Sascha vorher auf Zeit verloren hatte. Und so absurd es klingen mag, wenn Sascha sich mit seinem König auf h8 „versteckt“ hätte, hätte er besser gestanden. Erster Sieg für Nils in der Vereinsmeisterschaft.
Wenn es schachlich so weitergeht, taufen wir die Vereinsmeisterschaft in das Michail Tal Gedenkturnier um. Der Zwischenstand der Vereinsmeisterschaft 2024: