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Jugend

Kaponierinhos bei den Landesmannschaftsmeisterschaften der U10 in Lingen

Am 23. und 24.08. nahmen unsere Kaponierinhos Illia, Paul, Volodymyr alias „Wowa“, und Mischa an den Landesmannschaftsmeisterschaften in der Altersklasse U10 in Lingen teil. In der ersten Runde spielte unser Team um dessen Jugendtrainer und Begleiter Ralf gegen den SC Papenburg I und gewann glatt mit 4:0.

Anschließend kam es zum Aufeinandertreffen gegen Hannover 96. Auch diesmal behielten wir die Oberhand, wenngleich auch knapp. Während Illia an Brett eins verlor, konnten Paul und Volodymyr an Brett zwei und drei gewinnen. Besonders spannend machte es Mischa, der zunächst auf Gewinn stand, ehe alles danach aussah, dass er die Partie noch verlieren würde. Am Ende ließ er sich noch Patt setzen, sodass ein 2,5:1,5 für uns heraussprang.

In der dritten Runde mussten wir uns dem weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführer, dem SZ Bremerode, glatt mit 0:4 geschlagen geben.

Auch in der vierten Runde war die Fortune leider nicht auf unserer Seite. Denkbar knapp unterlagen wir dem Delmenhorster SK. Illia gewann als einziger seine Partie.

Am nächsten Tag lief es dann gegen den SK Meppen II wieder rund: Zuerst konnte Paul seine Partie gewinnen, anschließend gewann auch Wowa. Da auch Illia siegte und nur Mischa verlor, starteten wir mit einem 3:1-Sieg in den Sonntag.

Leider mussten wir uns in der sechsten Runde der Mannschaft vom HSK Lister Turm mit 1:3 geschlagen geben. Nur Paul konnte seine Partie erfolgreich gestalten.

Auch in der siebten und letzten Runde zogen wir gegen den SC Aurich mit 1:3 den Kürzeren:

Die Endtabelle:

Alles in allem war es ein gutes erstes Turnier unserer Kaponierinhos, denen nur am Ende ein wenig die Luft ausging. Ein besonderer Dank gilt natürlich Ralf, der seit jeher als Trainer fungiert und die Kaponierinhos auf ihrer Reise nach Lingen begleitete.

Illia, Paul, Ralf, Mischa und Wowa (von links nach rechts).
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3. Mannschaft

„Eigeninitiative und Disziplin werden belohnt“

In der kommenden Saison tritt unsere dritte Mannschaft in der Bezirksklasse Süd-Ost an. Sascha ersetzt dabei Mark in der Funktion des Mannschaftsführer, da dieser zum Kapitän der zweiten Mannschaft aufgestiegen ist. Im Vorfeld habe ich mit Sascha gesprochen und ein paar Fragen zur bevorstehenden Spielzeit gestellt.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch, Sascha, zur Ernennung als Mannschaftsführer der dritten Mannschaft. Wieso hast du dich dafür entschieden, die dritte Mannschaft künftig als Kapitän zu begleiten?

Sascha: Danke für die Glückwünsche. Es erfüllt mich mit Stolz und purer Lebensfreude, Kapitän der dritten Mannschaft zu sein. Ich sehe darin eine gute Möglichkeit, noch aktiver unseren Verein zu unterstützen und die Spieler bei der Verbesserung der Schachfertigkeiten begleiten zu können.

Sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft treten in der Bezirksklasse an. Was macht die Liga so reizvoll?

Sascha: Jede Liga hat ihre individuellen Stärken und Besonderheiten. Wenn es um Spielstärke und Spielerniveau geht, ist die Bundes- und Landesliga klar positioniert. Spieler, welche eine Herausforderung auf höchsten Niveau wollen, sind dort gut vertreten. Im Schachsport ist neben einer hohen DWZ oder Elo auch ein anderer Aspekt wichtig: Persönlichkeits- und Spielerentwicklung. Dafür ist die Bezirksklasse optimal platziert. In dem Bereich bis 1500 DWZ kann man in relativ kurzer Zeit viel Spiel- und Persönlichkeitserfahrung sammeln. Das bildet die Grundlage für das höchste Niveau im Schach. Unabhängig von der Liga sollte jeder Spieler selbst immer sein Bestes geben.

Nach welcher Grundlage wirst du jeweils an den Spieltagen die Mannschaft aufstellen?

Sascha: Ich möchte dem ganzen Kader die Möglichkeit geben, sich zu verbessern. Die Liste ist erstellt. Ich werde Eigeninitiative und Disziplin belohnen. Wenn es mehrere Spieler gibt, welche am Spieltag in Frage kommen zu spielen, wird die Aktivität der vergangenen Spiele und Anzahl aller Spiele mit in die Entscheidung einbezogen werden. Manchmal wird aber auch die Tagesform entscheidend sein. Dies ist aber eher die Ausnahme.

Sascha (rechts) freut sich auf die kommenden Aufgaben als Mannschaftsführer.

Wo soll die Reise in dieser Saison hingehen?

Sascha: Erstmal wächst die neue dritte Mannschaft zusammen. Und sie hat das Potenzial, sich schnell und stark zu entwickeln. Das setzt hohen Fokus und Disziplin voraus. Ich traue der Dritten alles zu und werde meine Zeit und Energie in die bestmögliche Unterstützung der Spieler investieren. Am Ende trägt jeder Spieler der Dritten zum Erfolg bei.

Und gibt es für die Saison persönliche schachliche Ansprüche, die du an dich stellst?

Sascha: Ich möchte als Kapitän auch selber mein Bestes geben. Sei es in der Verbesserung der DWZ bis 1500 oder der Unterstützung der Spieler beim Erreichen dieses Meilensteins. Ich möchte nach dem Erreichen dieses Zieles auch den Trainerschein der Klasse C absolvieren. Ich liebe es, die jetzigen und auch zukünftigen Spieler der Dritten und Zweiten positiv begleiten zu können. Das geht nur als Vorbild und durch Taten. Dazu trage ich bei, indem ich die Verantwortung der dritten Mannschaft nach besten Kräften und Gewissen als ihr Kapitän vertrete.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Kaponieros on tour

Kaponierinhos beim Quickstepturnier in Bremen erfolgreich

Bereits vor dem traditionellen Christian Walter Chess Open am vergangenen Stoppelmarktsonntag nahmen einige unserer Kaponierinhos an einem Quickstepturnier in Bremen teil. Gespielt wurde in verschiedenen Vierergruppen im Modus „Jeder-gegen-Jeden“.

Sowohl Mischa als auch Volodymyr räumten ab und wurden jeweils Erster in ihren Gruppen. Herzlichen Glückwunsch euch beiden.

Seinen Preis hält Mischa stolz in die Kamera.
Auch Volodymyr (Mitte) räumte in Bremen ab.
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Kaponieros on tour

Maksym gewinnt Schachturnier auf dem Stoppelmarkt

Lediglich einen halben Punkt gab er ab: Neuzugang Maksym Borshchov gewann am Stoppelmarktsonntag das 6. Christian Walter Chess Open und fuhr damit seinen ersten Turniersieg als Kaponiero ein. Als Favorit gestartet, setzte er sich im 18-köpfigen Teilnehmerfeld mit 6,5/7 Punkten durch. Nur in der sechsten Runde gegen Mark musste er sich im ungleichfarbigen Läuferendspiel mit einem halben Punkt begnügen.

Ein glücklicher Gewinner: Maksym Borshchov (Mitte) gewann das 6. Christian Walter Chess Open auf dem Stoppelmarkt. Hier zu sehen mit Bernd Leisen (links) und der Person, die dem Turnier seinen Namen verleiht: Christian Walter (rechts).

Überraschungszweiter wurde Fabian mit 5,5 Punkten, gefolgt von eben jenen Mark, der fünf Zähler auf dem Konto hatte.

Fabian überzeugte und wurde verdientermaßen Zweiter.
Wie einst Oliver Kahn reckte Mark seinen Pokal in die Höhe: Wie auch schon im letzten Jahr schaffte er es aufs Treppchen.

Schachlich ebenfalls überzeugend war der Auftritt von Illia, der am Ende Vierter wurde. Die Endtabelle:

Viele bekannte Namen waren mit dabei, aber auch welche, die zum allerersten Mal an einem Schachturnier teilgenommen haben.

Für einige war es das erste Schachturnier überhaupt – bei bestem Wetter, einer angenehmen Spielatmosphäre und sehr guter Laune wurden knapp zwei Stunden die Figuren über die Bretter gezogen.

Weitere Bilder:

Ein Gruppenfoto mit fast allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durfte natürlich nicht fehlen.
Ausgelassene Stimmung herrschte bei den Schachspielerinnen und Schachspielern, bis…
…die Uhren gedruckt wurden. Dann ging es ernsthaft zur Sache.

Wir bedanken uns bei den Betreibern des alkoholfreien Zeltes und dem kompletten Organisatoren-Team, die das Schachturnier ermöglicht haben. Wir hoffen auf die Fortsetzung des 7. CWCO im nächsten Jahr.  

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Kaponieros on tour

Illia bei den Europameisterschaften im Schnellschach und Blitzschach

Vom 4. bis 8. August fanden in Thessaloniki die Jugendeuropameisterschaften im Schnellschach und Blitzschach statt. Auch einer unserer talentiertesten Kaponierinhos, Illia Burdielov, nahm an dem Turnier teil. Illia startete mit einem Sieg im Schnellschachformat, ehe zwei Niederlagen gegen zwei starke Gegner folgten. Anschließend gewann Illia zwei Partien in Folge, womit er Anschluss zur Spitze hielt. In den vier verbliebenen Partien wechselten sich Niederlage und Sieg ab, sodass am Ende fünf von neun möglichen Punkten heraussprangen, womit er im oberen Mittelfeld der Tabelle landete und seinem Erwartungswert gerecht werden konnte.

Im Schnellschachturnier holte Illia fünf von neun Punkten. Damit landete er auf dem 21. Platz.

Eine vergleichbare Leistung und Platzierung erzielte er im Blitzturnier. Allerdings hagelte es nach einem makellosen Start viele Niederlagen für Illia. Erst zum Ende hin drehte er nochmal auf und gewann vier Partien in Folge. Schlussendlich landete er mit neun von 18 möglichen Zählern auf dem 26. Rang.

Beim darauffolgenden Blitzturnier kam Illia sehr gut rein, ehe er eine kleine Schwächephase durchlief. Anschließend drehte er aber nochmal richtig auf und feierte vier volle Punkte in Folge.

Insgesamt spielte Illia ein sehr solides Turnier und hat viele schachliche Erfahrungen gesammelt, die ihm auf seinem weiteren Weg helfen werden. Gut gemacht, Illia!

Vor den Jugendeuropameisterschaften hat die Oldenburgische Volkszeitung ein schönes Portrait über Illia geschrieben. Nachlesen könnt ihr es hier: https://www.om-online.de/om/illia-burdielov-spielt-seit-1-5-jahren-schach-und-faehrt-zur-jugendeuropameisterschaft-782685

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Kaponieros on tour

Nazar, der Stern des Südens

In eher ungewöhnlichen Gefilden nahm Nazar Anfang Juli an einem Turnier teil – und überzeugte!

Mit einer Bremer Delegation fuhr unser Schachtalent in den tiefen Süden, um sich dort mit 107 schachbegeisterten Nachwusspielern in der Turnhalle auf dem Campusgelände des FC Bayern München  zu messen.

Am Ende gewann Nazar in der Altersklasse U 18 und sicherte sich damit die Erwähnung auf den Websiten der zweit- und dritttollsten Schachabteilungen/-vereine dieses Planeten:

https://fcbayern.com/schach/de/jugend/turniere/kids-und-teens-cup/a2025-ktc-bericht-ergebnisse

https://www.werder.de/schach/aktuell/informationen/news/2025/svw-20250717-hoe/

Auf die Homepage des schlafenden Riesen hat er es mit diesem Artikel auch geschafft.

Herzliche Grüße an unsere Bremer Schachfreunde und vielen Dank für die Organisation der Fahrt dorthin.

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Kaponieros on tour

Klaus Peter überzeugt in Bremen

Dass Klaus Peter sich aktuell in bestechender Form befindet, zeigt nicht nur der Zwischenstand in der Vereinsmeisterschaft, wo er mit gerade mal einen halben abgegebenen Punkt Topfavorit auf den Titel ist.

Wie das Poster im Hintergrund verrät, spielte Klaus Peter mit ganz viel Herz in Bremen und belohnte sich dafür mit dem zweiten Platz beim Frühlings Open 2025.

Zuletzt stellte er auch beim Bremer Frühlingsopen unter Beweis, wieso man in der kommenden Saison mit ihm rechnen kann. Mit 5,5 aus 7 landete er im stark besetzten Teilnehmerfeld auf einem grandiosen zweiten Platz. Nur FM Olaf Steffens holte mehr Punkte.

Zum Turnierbericht des SV Werder Bremen: https://www.werder.de/schach/aktuell/informationen/news/2025/svw-20250627-mil/

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Vereinsmeisterschaft

Vereinsmeisterschaft: Ralf und Andreas gewinnen

Am vergangenen Freitag wurden im Pfarrheim zwei Spiele der Vereinsmeisterschaft 2025 nachgeholt.

Während Ralf Fabian in einer taktisch geprägten Partie besiegen konnte, rang Andreas Viktor nach langem Kampf im Endspiel nieder.

Zwischen Fabian (links) und Ralf (rechts) ging es von Anfang an hoch her.
Viktor (rechts) und Andreas (links) boten lange einen offenen Schlagabtausch.
Am Ende setzte sich Andreas mit den schwarzen Steinen durch.
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SV Kaponier Vechta

Veranstaltungshinweis: Hans-Wild-Turnier in Bremen

Zu Ehren des langjährigen Vorsitzenden der Schachabteilung von Werder Bremen, Hans Wild, findet vom 12. – 14. September in Bremen ein Schachturnier statt, welches ihm gewidmet ist.

Weitere Details könnt ihr der Ausschreibung entnehmen:

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Bezirksturniere SV Kaponier Vechta

Bezirksmeisterschaften: Kaponier Vechta I gewinnt Mannschaftsblitzen, Dirk den Einzelwettbewerb

Am Ende war es, wie auch im letzten Jahr, ein hauchdünner Vorsprung, der uns (Kaponier Vechta I) erneut den Titel des Bezirksmeisters im Mannschaftsblitzen bescherte. Acht Mannschaften (SK Jever I & II, Bad Zwischenahn, Wilhelmshavener SC, SK Union Oldenburg, SF Quakenbrück, SV Kaponier Vechta I & II) nahmen am Sonntagvormittag an den Bezirksblitzmeisterschaften teil. Und von den acht Teams lieferten sich Bad Zwischenahn, Union Oldenburg und unsere Wenigkeit lange Zeit ein Kopf-an-Kopf Rennen.

Vor Start der ersten Runde war die Laune natürlich noch sehr hoch. Doch wir wissen, wie frustrierend Blitzen sein kann.

Nach der Hinrunde sah es noch so aus, als müssten wir sogar um die Qualifikation zur Landesmeisterschaft bangen. Drei Unentschieden, darunter zwei verzeihliche gegen unsere ärgsten Konkurrenten, Bad Zwischenahn und Union Oldenburg, und ein vermeidbares gegen das nominell schwächere Jever II, bedeuteten zunächst Rang drei im Zwischenfazit. In der Rückrunde blieben wir – in der Aufstellung: Nazar, Dirk, ich (Kai) und Christoph – aber verlustpunktfrei und sicherten uns denkbar knapp vor Bad Zwischenahn den Titel.

Christoph nahm stellvertretend für die erste Mannschaft den Pokal entgegen.

Auch unsere Zwote an dem Tag (Klaus Peter, Günter, Fabian und Danill) brachten einige ins Straucheln. Am Ende landete unsere zweite Mannschaft mit sieben Mannschaftspunkten auf dem 7. Rang.

Die erste und zweite Mannschaft beim gemeinsamen Gruppenfoto.

Beim anschließenden Einzelblitz stellte Dirk einmal mehr unter Beweis, warum er der vermutlich stärkste Blitzspieler des Bezirks Oldenburg-Ostfriesland ist. Obwohl sich das Teilnehmerfeld sehen ließ, behielt Dirk gegen alle Kaliber des Turniers die weiße Weste und feierte erfolgreich die Titelverteidigung.

Gab beim Einzelblitz keinen Punkt ab und krönte sich damit verdient zum Erfolg: Dirk.

Weitere Fotos vom Turnier:

Duell Vechta I (links) gegen Vechta II (rechts).
Sahim bei einer Partie im Einzelblitzen. Andreas guckt staunend über die Schulter, in der Hoffnung, dass das Elefantengambit gespielt wird.
Aus Wildeshausen für das Einzelblitzen extra angereist, landete Maxim am Ende auf dem dritten Platz. Bedeutet, dass er sich für die Landesmeisterschaften qualifiziert hat.
Christoph noch mittendrin in der Eröffnung.
Klaus Peter bekleidete in der zweiten Mannschaft das zweite Brett.
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SV Kaponier Vechta

Gepflegter Austausch mit Bürgermeister Kristian Kater

Vergangenen Dienstag haben uns Bürgermeister Kristian Kater zusammen mit Jonas Heyng (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) im Pfarrheim Maria Frieden besucht, um sich mit uns über die Zukunft des Schachs in Vechta auszutauschen. Das Treffen fand im Rahmen der sogenannten Terrassengespräche statt, die Kater anbietet und auf die man sich bewerben kann. Da wir uns vorgenommen haben, die in den vergangenen Jahren voranschreitende positive Entwicklung des Vereins auch künftig vorantreiben zu wollen, bot der Austausch mit unserem Bürgermeister die perfekte Gelegenheit, über die noch vorhandenen Potentiale in der Stadt zu sprechen.

Kristian Kater (3. von links) war zu Gast und stand unseren Fragen Rede und Antwort.

Trotz des eingeschränkten Biervorrats konnten wir uns in geselliger Atmosphäre, flankiert vom Grillfleisch und einem vorzüglichen Salat von Nazar, ausgiebig austauschen. Wir blicken positiv in die Zukunft und hoffen, dass sich das Interesse an Schach auch in Vechta weiter ausbauen lässt.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Herrn Kater und Herrn Heyng für ihren Besuch!

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Kaponieros on tour

Kaponieros räumen in Wildeshausen ab

Bei der diesjährigen Klubmeisterschaft in Wildeshausen waren gleich zwei Kaponieros erfolgreich. Gespielt wurde in drei Vierergruppen, sortiert nach Spielstärke. In Gruppe A konnte Ralf sensationell gewinnen. Er ließ sogar Martin und Rainer hinter sich, die vor Turnierbeginn noch deutlich höher gesetzt waren.

An der Spitze mit fünf Punkten stand Ralf.

Die weiße Weste von sechs Siegen in sechs Spielen blieb ihm nur dank Koronowski verwehrt, dem er in der zweiten Runde unterlag.

Das diesjährige Ergebnis bei der Klubmeisterschaft kann sich sehen lassen.

Die vereinsinternen Duelle konnte Ralf allesamt für sich entscheiden. Ein echter Coup für unseren Manager.

Ralf gewann trotz Außenseiterrolle am Ende die A-Gruppe der Wildeshausener Klubmeisterschaft.

Neben Ralf konnte auch Fabian seine Gruppe gewinnen. Ihm gelang sogar das Kunststück, in allen Partien die Oberhand zu behalten.

Die Zahlen sprechen für sich: Fabian dominierte die Gruppe C nach Belieben.

Die Wildehausener Konkurrenz konnte er deutlich hinter sich weisen. Für Fabian war es der erste Turniersieg im Seniorenbereich überhaupt, wofür er zahlreiche Glückwünsche entgegengebracht bekommen hat.

Veni, vidi, vici – Fabian mit einer perfekten Punkteausbeute in Gruppe C.

Alles in allem eine sehr gelungene Klubmeisterschaft für unsere Kaponieros.

Die drei Kaponieros unter such beim konzentrierten Nachdenken.

Wir gratulieren Ralf & Fabian zu Ihren tollen Erfolgen!

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Vereinsmeisterschaft

Ist Klaus Peter unstoppable?

Die Vereinsmeisterschaft 2025 ist in vollem Gange und es zeichnet sich ein erstes konkretes Bild ab, das da lautet: Wer Klaus Peter den Titel noch irgendwie streitig machen möchte, muss ihn entweder schlagen oder hoffen, dass er ins Stolpern gerät.

Zwar steht Mark momentan mit 6,5 Punkten an der Tabellenspitze, jedoch hat er vier Partien mehr gespielt als Klaus Peter, der verlustpunktfrei mit fünf Punkten auf dem zweiten Platz liegt. Unsere Neuzugänge (in spe) Ben, Sahim und Hans konnten bereits Zählbares einfahren. Die Jungspunde Fabian und Danill bestätigen ihre aufsteigende Entwicklung. Der aktuelle Tabellenstand:

Um ein paar schachliche Eindrücke von der Vereinsmeisterschaft zu bekommen, hat Günter dankenswerterweise die Partie zwischen Sascha und Sahim analysiert:

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Kaponieros on tour

Kaponieros und Kaponierinhos in Schleswig-Holstein aktiv

Vor einigen Jahren hätte man sich vermutlich noch verwundert gezeigt, wenn Schachspieler aus Vechta ganz nach Schleswig-Holstein fahren, um an einem Open teilzunehmen. Turniere gibt es in Niedersachsen weit und breit. Wieso also den Weg in den hohen Norden der Republik auf sich nehmen? Wahrscheinlich liegt es daran, dass der ausrichtende Schachverein, die Schachfreunde Wilstermarsch & Itzehoe, und speziell die Personen Björn und Anke Behrend, für ihre hochwertigen Live-Übertragungen bekannt sind.
Deswegen konnten wir von zu Hause aus hautnah miterleben, wie sich Nazar, Ralf und insbesondere Illia, für den es sein allererstes Schachturnier mit klassischer Bedenkzeit überhaupt war, schlagen.

Während Nazar solide performte und auf dem Rang ins Ziel einlief (13. Platz), auf dem er gestartet war, ging Ralf nach anfänglich famosem Start am Ende die Puste aus.

Mit Weiß behielt Nazar die weiße Weste, mit Schwarz strauchelte er.
Der Start ins Turnier verlief für Ralf spielerisch und punktetechnisch vorzüglich. Zum Ende hin verlor er jedoch ein wenig den Faden.

Viel spannender aber war zu beobachten, was unser Kaponierinho Illia bei seinem allerersten Schachturnier zeigen würde. Nachdem er bereits in der zweiten Runde ein Remis gegen einen Spieler holte, der immerhin eine DWZ von 1347 und eine Elo von 1581 hat, feierte er in der dritten Runde seinen allerersten Sieg in einer klassischen Schachpartie.
Zu Beginn entwickelte Illia, wie es sich gehört, gut seine Figuren.

Die goldenen Eröffnungsregeln beherrscht Illia schon sehr gut. Beide Springer und der weißfeldrige Läufer sind entwickelt. Und für den schwarzfeldrigen Läufer hat er so eben die Bahn frei gemacht.

Anschließend tauschten er und sein Gegner gegenseitig die Figuren ab, ehe Illia mithilfe einer Taktik einen wichtigen Bauern im Zentrum gewinnen konnte.

Schwarz spielte h5?!, was sich als Fehler entpuppte: Illia erkannte, dass er mit hxg5, fxg5 und Lxd5 einen Bauern gewinnen konnte. Super gesehen, Illia!

Und es wurde noch besser: Illia konnte einen starken Freibauern bilden und gleichzeitig den auf der h-Linie laufenden schwarzen Freibauern stoppen. Schließlich zwang er seinen Gegner zur Aufgabe, nachdem klar war, dass Ilias Bauernmajorität am Damenflügel unaufhaltsam gewesen wäre.

In dieser Stellung gab Illias Gegner auf. Damit fuhr unser Kaponierinho seinen allerersten Sieg bei einem Schachturnier mit klassischer Bedenkzeit ein. Herzlichen Glückwunsch!

In der letzten Runde konnte Illia nochmal gewinnen und satte 2,5 Punkte holen – eine Leistung, auf die er sehr stolz sein kann.

Dank der 2,5 Punkte kann Illia sich bald über seine allererste DWZ freuen.
Nazar am Brett mit den schwarzen Steinen. Illia schaute ihm über die Schulter.
Ralf, Illia und Nazar (von links nach rechts).
In den Schachpausen wurde natürlich fleißig gekickert.
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SV Kaponier Vechta

Silberne und goldene Verbandsnadel für Günter Riedel

Auf der gestrigen Generalversammlung wurde unser Vereinsmitglied Günter Riedel für seine 25-jährige bzw. 40-jährige Mitgliedschaft in Schachvereinen geehrt. Ralf Westerhoff überreichte ihm die silberne und goldene Verbandsnadel und lobte die Verdienste des Kaponieros.

Ralf überreichte Günter die silberne und goldene Verbandsnadel für seine langjährige Mitgliedschaft.

Vereinsmitglied ist Günter „seit 1981“, wie er selbst im Anschluss sagte. Über mehrere Stationen, unter anderem Cloppenburg, Wildeshausen und Lohne führte es ihn schließlich zum SV Kaponier Vechta, dem „letzten Verein seiner Karriere“, betonte Ralf. Wir gratulieren Günter zu seiner Auszeichnung!

Wie es sich gehört, wurden die Nadeln sofort angesteckt.
Wie unschwer zu erkennen ist, freute sich Günter über die Auszeichnung.
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1. Mannschaft

Hey Verbandsliga, wir bleiben

Aufgepasst, liebe Konkurrenz! Nächstes Jahr dürft ihr wieder die Reise ins beschauliche Vechta antreten. Denn dank eines 5:3-Heimerfolgs gegen die SG Ammerland sichern wir uns vorzeitig den Klassenerhalt und spielen auch in der kommenden Spielzeit in der Verbandsliga West. Vor dem Feiern wurde bereits gefeiert, da unser Capitano Dirk stolzer Papa geworden ist. Der jungen Familie sprechen wir an dieser Stelle unsere Glückwünsche aus. Da an dem Tag also zwei viel wichtigere Damen Papa Dirks Unterstützung gebraucht haben, rückte unser Schachhäuptling Rainer, wie auch schon beim letzten Mal, in die Aufstellung nach.

Das erste Remis des Tages erkämpfte sich Christoph am sechsten Brett gegen Jonas Afken. Unser stellvertretender Mannschaftskapitän führte die weißen Steine ins Feld und sah sich mit der sizilianischen Eröffnung konfrontiert. Relativ schnell kam es zum Figurentausch, wonach Schachfreund Afken etwas besser stand, da er die Kontrolle über die h-Linie übernahm.

Doch bekanntermaßen gelingt es Christoph häufig, sich aus nachteiligen Stellungen zu befreien. Er konsolidierte sich, indem er die Türme abtauschte und mit dem König in Richtung des gegnerischen Lagers marschierte. Da der schwarzfeldrige Läufer hinter der für ihn unüberwindbaren eigenen Bauernkette damit beschäftigt war, beide Flügel zu bewachen, hätte Christoph die Partie sogar gewinnen können. Er verpasste jedoch den Gewinnzug.

xb5, xb5 und a4!! – der Bauerndurchbruch hätte nicht verhindert werden können. Zwar hätte es noch einige Zeit gebraucht, um das Endspiel nach Hause zu fahren, doch mit ein wenig Endspieltechnik hätte Christoph vielleicht sogar einen vollen Punkt feiern können. Sei’s drum. Ein halber Punkt gegen einen nominell stärkeren Gegner – nehmen wir! 0,5:0,5.

Ein halber Punkt zum Auftakt des Mannschaftskampfes, eingefahren von Christoph.

Wie sehr wir uns doch in Nazar getäuscht haben! Lange Zeit dachten wir, der liebe Gott habe ihn nur – aber wirklich auch nur – mit der Gabe beschenkt, Holzfiguren über ein Brett mit 64 Feldern zu ziehen. Doch ein weiteres, wenn nicht sogar das unentdeckte Talent zeigte sich beim Grillen. Um genau zu sein, im Vorfeld des Grillens. Aber zunächst zum unwichtigen schachlichen Part. Wie gerade eben Sizilianisch – diesmal aber aus schwarzer Sicht. Nazar startete gut in die Eröffnung.

Nazar besaß das Läuferpaar, seine Figuren standen koordinierter, und er übte Druck auf der c-Linie aus. Alles in allem eine willkommene Stellung, um den positionellen Vorteil weiter auszubauen. Richtig lange gedauert hat die Partie aber nicht mehr, denn sein Gegner, Julian Hans, stellte sie vermeintlich einzügig ein.

Lh4 sah spielentscheidend aus, weil der Turm verloren gehen würde. Und egal, was Weiß daraufhin gezogen hätte, Schwarz wäre mit einem Vorteil aus der Sequenz hervorgegangen. Aber – und das übersah jeder Kaponiero-Kiebitz auch bei der anschließenden Partieanalyse am Demobrett – Weiß hätte noch das trickreiche Sf5 in der Pipeline gehabt, um halbwegs das Gleichgewicht zu halten.

Auch bei der anschließenden Analyse fiel niemandem auf, dass Nazars Gegner nicht unbedingt hätte die Waffen strecken müssen.

Die kurze Erklärung, da nicht jeder Variantenzweig ausgeführt werden soll: Die weiße Dame würde fallen, aber die schwarze Dame eben auch. Hans sah es nicht und gab in dieser Stellung auf, 1,5:0,5. Schade eigentlich, das hätte der Partie noch das notwendige Salz in der Suppe gegeben – oder im Salat, womit wir den Bogen zur These am Anfang spannen.

Denn „Salz“ ist das Stichwort. Salz war die einzig fehlende Zutat, die dem ansonsten von Nazar hervorragend und fein abgeschmeckten zubereiteten Salat mit „Körnern“ (Nazar) für unser anschließendes Grillen fehlte. Also, streng genommen, ist Salz nicht das Stichwort, sondern eher Prädikate wie herausragend oder phänomenal. Nazar Tarasenko, künftig entweder am ersten Brett von Baden-Baden oder am ersten Herd der Elmendorffburg.

Die Salatschüssel wurde zum Objekt der Begierde.
Nazar Tarasenko: Ein Meister am Brett und am Brett mit Brot. Derweil erklärt Andreas im Hintergrund Jürgen die Tücken des Jerome-Gambits.

Manche Eröffnungsvorgänge im Schach sind derart kurios, dass man als Mensch gar nicht so richtig weiß, wie man sie analysieren soll. Die ersten Züge zwischen unserem 1. Vorsitzenden Hellmann und Buntemeyer am achten Brett standen dafür beispielhaft. Deswegen sparen wir uns den Auftakt und gehen direkt ins Getümmel.

Schon in der Anfangsphase stand Rainer mächtig im Vorteil. Der Computer bescheinigt ihm im obenstehenden Ausschnitt +4,5. Verständlich, wenn man genauer hinschaut: Alle weißen Leichtfiguren sind bestens entwickelt, konkret droht der Einschlag auf c7 mit dem Springer auf d5. Letztendlich fehlte Rainer die letzte Konsequenz, um aus dem am Ende zufriedenstellenden halben Punkt einen ganzen zu machen.

Hier einigten sich Rainer und Buntermeyer auf ein Unentschieden. Etwas bitter, denn Stockfish zeigt für Weiß ein neunzügiges Matt an. Der halbe Punkt tat es aber auch. 2:1.

Rainer half mal wieder aus und erfüllte zuverlässig seinen Soll.

Mit Weiß begegnete ich am vierten Brett Thomas Wendt, der sich in der Eröffnung auf ein angenommenes katalanisches Gambit (hä, nennt man das so?) einließ und mir damit meinen lang ersehnten Saisontraum erfüllte.

Die Partie lief wie am Schnürchen. Was gibt es Besseres als zwei weiße Springer, die nach d6 hüpfen können und von einem Bauern auf e5 gestützt werden? Klar, Feldsalat mit Körnern à la Tarasenko – ich meinte aber schachlich. Wohl nichts. Vielleicht noch ein kurioses Mattnetz mit einer Dame weniger, aber wann kommt sowas schon mal vor? Logisch spielte ich weiter und entfaltete die Kräfte meiner weißen Figuren auf dem von mir dominierten Damenflügel.

Wendt gab eine Qualität her, aber auch das nützte ihm nicht mehr. Meine Figuren waren einfach zu stark. Nachdem ich auch noch die Damen und seinen Turm abtauschen konnte, drohte keine Gefahr mehr. Den Sieg tütete ich ein. 3:1.

Mit Gottes Unterstützung im Rücken gewann ich mit den weißen Steinen.

Klaus Peter spielte seine Lieblingseröffnung mit Schwarz, die wir aus strategischen Gründen natürlich nicht verraten. Nach 33 Zügen, siehe folgendes Bild, schien Weiß hoffnungslos verloren:

Lh5, h5 oder h6 – die Möglichkeiten an Zügen, die den klaren Vorteil aufrechterhalten hätten, waren vorhanden. Etwas zu früh spielte K.P. jedoch De2, die Engine kippt auf Ausgleich. Doch es kam noch viel dicker: K.P. übersah nach einer mehrzügigen Kombination eine Gabel, die zum Verlust der Dame führte.

Nach eigener Aussage war unser K.P. kurz davor aufzugeben. Er kämpfte jedoch weiter. Was dann folgte, war an Kuriosität nicht zu überbieten. Schulze lief ins Dauerschachnetz hinein. Obwohl er eine glatte Dame mehr hatte, war das schwarze Figurenspiel derart harmonisch, dass es die Kombination eines Dauerschachs möglich machte.

Kf4, Tf2+, Kg3, Tg2, Kf4, Tf2 usw. – so wäre es möglich gewesen. Stattdessen wich Schulze mit dem König aber nach e3?? aus und damit nicht in ein Dauerschach-, sondern in ein Mattnetz rein!

An dieser Stelle lassen wir euch das Motiv zum Miträtseln hier. Vermutlich euphorisiert von der Erkenntnis, hier ein Dauerschach holen zu können, schaukelte K.P. über die bereits oben beschriebene Sequenz ins Remis. Die weiteren Züge waren Te2+!! (kleiner Hinweis), Kf4, Tf2+, Kg3, Tg2+, Kf4 = Remis. 3,5:1,5.

Hier nochmal der Beweis: Die Partie, die Stellung – alles hat sich so ereignet. Völlig irre. Schach kann so fantastisch sein.

Unaufgeregt wie eh und je machte Jürgen am dritten Brett seine Züge. Seine Serie ohne Niederlage in der Verbandsliga West musste er gegen Gerd Wiechmann verteidigen. ‚Verteidigen‘ trifft es ganz gut, denn Jürgen geriet zwischenzeitlich in die Bredouille. Mit einem Bauern weniger ging es für ihn ins Endspiel.

Lehrbuchartig war schließlich diese Sequenz: Jürgen entschied sich, mit dem Läufer auf a4 zu schlagen und die Qualität herzugeben (Ta2, Lxc6, Txa5 und Lxe4). Dafür erhielt er jedoch zwei weiße Bauern und einen Läufer, der zusammen mit den auf den weißen Feldern stehenden Bauern eine Art Festung bilden konnte, durch die es kein Durchkommen für Weiß gab.

Jürgen musste nichts weiter machen, als mit dem weißfeldrigen Läufer auf der Diagonale hin- und herzuziehen. Für Schachfreund Wiechmann gab es kein Durchkommen, die Festung ließ sich nicht einreißen. Punkteteilung. 4:2.

Wenig später, nachdem feststand, dass wir den notwendigen Mannschaftskampfpunkt für den Klassenerhalt gesichert hatten, einigten sich Günter und Kilian Pallapies am zweiten Brett auf Remis. Günter kam zunächst gut in die Partie, trotz der sehr unorthodoxen Eröffnungswahl seines Gegners.

Anschließend plätscherte die Partie eine Weile vor sich hin. Bemüht um einen Sieg, startete Günter einen mutigen Angriff am Königsflügel – in jene Richtung, in die er wenige Züge zuvor noch rochiert hatte. Lange hielt sich die Stellung – warum auch immer – im Gleichgewicht. Zum Schluss hätte Pallapies mit einem Turmschwenk noch die Möglichkeit gehabt, sich einen Vorteil zu erspielen.

Hier hätte Pallapies mit Th7+ noch die Chance gehabt, Günters Stellung zu infiltrieren und die Dame nachzuschieben. Stattdessen entschied er sich für Td6 und einen anschließenden Damenschwenk. Dies führte kurze Zeit später zum Remis. 4,5:1,5.

Einen hätten wir noch: Am siebten Brett konnte Martin sich mit den schwarzen Steinen nach einer ausgeglichenen Eröffnungsphase einen Vorteil erspielen. Er ging mit einem Freibauern ins Endspiel, der zudem von der Unterstützung seiner beiden aktiven Figuren – Läufer und Turm – profitierte.

Leider verpasste Martin es, seinen Vorteil in einen Sieg umzumünzen. Zwischenzeitlich bot sich seinem Gegner, Niklas Kuhlins, sogar die Chance, die Partie zu drehen. Doch zum richtigen Zeitpunkt wurde Martin wieder aktiv und rettete das Unentschieden über die Ziellinie. 5:3.

Das war die finale Stellung des Mannschaftskampfes: Beide Spieler konnten einen Freibauer bilden. Am Ende kam es zum leistungsgerechten Remis.

Die Ergebnisse des gestrigen Mannschaftskampfes

Die Tabelle der Verbandsliga West

Dem Anlass des Klassenerhalts angemessen wurde im Anschluss gemeinsam gegrillt. Organisator, Manager und Grillmeister Ralf kaufte, wendete und servierte Fleisch, das Bild des brotschneidenden Salatexperten habt ihr sicher noch im Kopf. Dass Nazar überhaupt so fantastisch Brot schneiden konnte, lag an Andreas, der es extra für uns gekauft hat. Wir danken euch dreien! Alles in allem war es ein gelungener Sonntagvormittag und -nachmittag. Am 27.04. beenden wir die Saison mit einem Auswärtsspiel in Nordhorn.

Den Kaponieros schmeckte das Essen
Nach dem Essen wurde noch ein wenig gemeinsam am Demobrett analysiert
Auch Andreas präsentierte sein breites Eröffnungswissen
Natürlich schauten wir uns auch gespannt die Partie von Klaus Peter an
Stehend die Meisterköche Ralf und Nazar
Das ist Fleisch
Ralf und Nazar bei ihrer Arbeit, der Rest unterhält sich natürlich nur über Schach
Manager Ralf hat mal wieder alles perfekt vorbereitet
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1. Mannschaft

Herbe Schlappe in Oldenburg

Mit 2,5:5,5 unterlagen wir am vergangenen Sonntag verdient dem SK Union Oldenburg und müssen nun um den Klassenerhalt in der Verbandsliga West bangen. Da die direkte Konkurrenz zeitgleich punktete, brauchen wir am nächsten Spieltag gegen die SG Ammerland unbedingt etwas Zählbares.

Weil Dirk und Günter verhindert waren, rückten Rainer und Ralf in die Mannschaft nach. Nominell waren wir Außenseiter gegen einen Gegner, dessen Tabellenplatz vor dem Duell über die eigentliche Qualität der Mannschaft hinwegtäuscht. Zwei starke Spieler hat der SK Union Oldenburg für den Saisonendspurt nachgemeldet, was sich sofort in positiven Ergebnissen niederschlug. Von Beginn an zeigte sich, dass auch wir erhebliche Probleme gegen die aufgerüstete Oldenburger Mannschaft haben sollten.

Die wohl spektakulärste Partie ereignete sich am fünften Brett zwischen Christoph und Thomas Elbern. Bereits in der Frühphase entschied sich Schachfreund Elbern dafür, in die Offensive zu gehen.

g5!? – ein kühner Versuch, um den Weißspielenden unter Druck zu setzen. Der Bauer ist halb vergiftet und darf nicht genommen werden, weil sich sonst die g-Linie öffnet und Schwarz leichtes Angriffsspiel am Königsflügel bekommt.

Christoph nahm jedoch den Bauern und sah sich fortan gezwungen, die Angriffe von Elbern Zug für Zug parieren zu müssen. Zwar kippte die Partie fast wieder in Richtung Ausgleich, doch nachdem Elbern folgendes Figurenopfer sah, war der Drops gelutscht.

Sxe4! Schön gesehen von Elbern, der die letzten Sequenzen perfekt zu Ende spielte.

Dass durchaus ansehnliche Figurenopfer im Zentrum war aber nichts gegen das bildhauerisch Ende.

Te3!! Game over! Was für ein kraftvoller Zug, den Elbern hier auspackte. Sicherlich ein Kandidat für den Zug des Monats, den der NSV sucht.

Christoph gab anschließend auf. Die Debatte, ob Schach Sport oder Mathematik sei, wurde dank Elbern um die Kategorie „Kunst“ ergänzt. 0:1.

Ein Blick in den Spielsaal: Christoph (links) war leider schon früh fertig und drückte nun als Kiebitz die Daumen.

Am achten Brett spielte Ralf mit den schwarzen Steinen gegen Maksym Borshchov, der ein inzwischen gern gesehener Gast an unseren freitäglichen Vereinsabenden im Pfarrheim ist. Bedauerlicherweise verlor Ralf relativ früh eine Figur und damit indirekt die Partie. Maksym verwertete seinen materiellen Vorteil und baute die Oldenburger Führung aus. 2:0.

Die wohl besten Chancen auf einen Sieg hatte an dem Tag unser Punktegarant Jürgen am zweiten Brett gegen Heiko Warns. Jürgen kam, wie er selbst im Anschluss sagte, überraschend stark aus der Eröffnung.

Jürgen (Schwarz) hat einen Bauern mehr und steht etwas besser.

Über weite Strecken der Partie hat man als Außenstehender den Eindruck bekommen, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis Jürgen seinen kleinen Vorteil sukzessive ausbauen und am Ende als Sieger von Brett gehen würde. Dann aber unterlief ihm ein entscheidender Fehler, der Warns ins Remis rettete.

Jürgen zog Dxa3? und übersah damit das Dauerschach, was Warns subtil vorbereitet hatte. Dg8+, Kg7, De5+ usw.

Ein bitteres Ende für Jürgen. Glücklicherweise war der „verlorene“ halbe Punkt nicht mehr spielentscheidend. 0,5:2,5.

Am ersten Brett läuft Nazar leider weiterhin seiner Form hinterher. Sein Gegner war Ernst Heinemann, gegen den er in der vergangenen Saison in einem offenen Schlagabtausch remisierte. Leider zog Nazar diesmal den Kürzeren und verlor. 0,5:3,5.

Verlor mit den weißen Steinen am ersten Brett: Es ist leider noch nicht die Saison von Nazar.

Am sechsten Brett spielte Martin mit den schwarzen Steinen gegen Frank Modder. Martin sah sich mit der sehr beliebten katalanischen Eröffnung konfrontiert:

Der typische Aufbau im Katalanischen mit Weiß und das ebenfalls typische Spiel mit Schwarz bekam man zwischen Modder und Martin zu sehen.

Beiden Spielern unterliefen nur sehr wenige Fehler und so hätte es schon einen bösen Aussetzer bedurft, damit einer als Sieger vom Brett hätte gehen können. In folgender Endstellung einigten sich Martin und Schachfreund Modder auf Unentschieden:

Die Engine zeigt 0,00 an. Ein faires und leistungsgerechtes Unentschieden am sechsten Brett. 1:4.
Martin holte gegen den ELO-favorisierten Modder einen halben Punkt.

Spätestens jetzt war klar, dass wir diesen Mannschaftskampf verlieren werden. Denn auf den anderen Brettern sah die Welt nicht besonders rosig aus. Klaus Peter kam relativ solide aus der Eröffnung heraus. Irgendwann fand sich jedoch seine Dame auf h6 wieder – ohne Zugriff auf das Spiel. Sein Gegner Maik Schäfer hätte diesen Umstand ausnutzen können.

Der mit Abstand beste Zug in dieser Stellung wäre Sxd7 gewesen, mit der Idee, d5 durchzudrücken und die Linien zu öffnen.

Weil Schäfer den Vorteil verpasste, kam K.P. zurück in die Partie und stand zwischenzeitlich sogar besser. Für einen vollen Punkt gereicht hat es am Ende jedoch leider nicht. 1,5:4,5.

Das Endspiel war inzwischen komplett ausgeglichen. Mehr als ein halber Punkt war für K.P. nicht drin.
Auch Klaus Peter steuerte einen halben Punkt bei. Die Mannschaftsniederlage abwenden konnte er aber nicht.

Ich nehme es mal vorweg: Auch Rainer und ich konnten keinen ganzen Punkt mehr erzielen. Unser 1. Vorsitzender spielte, na klar, 1. b4. Hüben wie drüben passierte lange nichts, bis sich für Rainer die Gelegenheit ergab, materiellen Vorteil zu erzielen.

Wenn Rainer in dieser Stellung Txc5 gezogen hätte, hätte er mindestens zwei Leichtfiguren gegen einen Turm gehabt.

Leider vergab Rainer die Vorteilschance. Wenig später gab er etwas unerwartet eine Qualität ab.

Rainer entschied sich, den Läufer auf c3 mit dem eigenen Läufer zu schlagen. Dadurch ließ er aber die Gabel auf d3 zu.

Sein Gegner Michael Teutsch spielte fortan mit einer Qualität mehr. Angesichts des Spielstandes bot er aber Remis. 2:5.

Wie auch Ralf, sprang Rainer in die erste Mannschaft ein und konnte zumindest einen halben Punkt erzielen.

Da ich durch den Ausfall von Günter und Dirk ans dritte Brett hochgerutscht bin, spielte ich mit Weiß gegen Carsten de Vries. Bereits in Hameln vor gut einem Jahr hatten wir das Vergnügen. Damals endete die Partie nach langem Kampf Remis. Wie auch schon in Hameln kam Carsten mit Schwarz besser aus der Eröffnung heraus. Es war eher dem Zufall zu verdanken, dass ich nach einem Damenabtausch die a-Linie öffnen konnte und zum Gegenspiel ansetzte.

Das Endspiel sollte bei halbwegs genauem Spiel gewonnen sein für Weiß.

In Zeitnot machte ich in dieser Stellung aber nahezu alles falsch, was man in einem Endspiel auch nur falsch machen kann. Statt den König sofort näher ans Geschehen heranzuführen, zog ich etwas zu vorschnell c6 und c7, wonach die Partie nicht nur in Richtung Ausgleich kippte, sondern sogar in eine bessere Stellung für Schwarz.

Während Carsten richtigerweise seinen König heranholte, „chillte“ mein Monarch sein Leben auf g1, wie die jungen Leute der Generation-Z sagen würden. Am Ende konnte ich mich glücklich schätzen, noch ein Remis geholt zu haben. 2,5:5,5.

Auch ich konnte keinen ganzen Punkt holen. Damit beendeten wir den Mannschaftskampf ohne einen einzigen Sieg.

Die Mannschaftsniederlage war verdient und, so hart es klingt, auch leider erwartbar. Topspieler der Spitzenbretter bleiben unersetzlich. In zwei Wochen geht es weiter gegen die SG Ammerland. Wenn wir zwei Punkte holen, ist der Klassenerhalt vorzeitig sicher. Verlieren wir allerdings das Spiel, müssen wir bis zum letzten Spieltag zittern. Die aktuelle Tabelle:

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Kaponieros on tour

Kaponierinhos in Bremen erfolgreich

Vergangenen Sonntag fand in Bremen ein Turnier der Jugendserie statt, an dem auch fünf Kaponierinhos teilnahmen. Mit Coach und Betreuer Ralf Westerhoff machte man sich am frühen Morgen auf dem Weg. Die Fahrt an die Weser sollte sich besonders für einen auszahlen.

Illja gewann mit sechs Punkten die Altersklasse U8. Lediglich gegen seinen Mannschaftskollegen Volodymyr zog er in der vorletzten Runde den Kürzeren, ansonsten gewann Illja jede Partie!

So sehen Sieger aus: Illja war zwischen den Runden am Chillen.

Aber auch unsere anderen Kaponierinhos konnten zum Teil beachtliche Leistungen zeigen. Der bereits erwähnte Volodymyr wurde in der U8 Fünfter. Mit Hilfe eines Sieges in der letzten Runde hätte er sogar noch aufs Treppchen steigen können.

Volodymyr holte in der U8 starke vier Punkte.

Ebenfalls in der U8 gestartet war Mischa, der mit einem Endspurt noch auf Platz neun vorstoßen konnte.

Bei Mischa standen am Ende des Turniers drei Punkte zu Buche.

In der U10 gestartet war Illja D., der sich in der Tabelle auf dem 27. Rang wiederfand. Zwei Siege hintereinander in Runde vier und fünf bescherten ihm diesen Platz.

Illja konnte zweimal in seiner Altersklasse gewinnen.

Ebenfalls nach Vechta gereist, aber an dem Tag schon zu den „alten Hasen“ der Kaponierinho-Delegation gehörend, ist Danill. Danill startete bei den Veteranen und wurde dort Neunter.

Den richtigen Pullover trug Danill an diesem Tag. Letztendlich wurde unser Jungspund Neunter.

Ein insgesamt toller Erfolg unserer Kaponierinhos, auf den noch gerne weitere folgen dürfen.

Von links nach rechts: Volodymyr Turkovskyi (5./U8), Dr. Oliver Höpfner (Werder Bremen), Illja Burdielov (1./U8), Illja Dovbush (26./U10), Ralf Westerhoff und Mischa Krylov (9./U8). Paul Schank fehlte krankheitsbedingt.

Die Ergebnisse können der Seite der Jugendserie (jugendserie.de) entnommen werden.

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1. Mannschaft

Heimsieg zum Durchatmen

Man, tat das gut! Dank eines 6:2-Heimerfolgs gegen den SC Aurich konnten wir nicht nur unseren zweiten Saisonsieg bejubeln, sondern auch zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Nachdem wir gegen Hellern spielerisch deutlich unterlegen waren, wollten wir uns vergangenen Sonntag rehabilitieren und uns mit Hilfe eines Erfolgs in Richtung Tabellenmittelfeld orientieren.

Den ersten Sieg des Tages fuhr Nazar ein. Zunächst sah es jedoch so aus, als würde er die Partie bereits in der Eröffnung aus der Hand geben.

Nazar (Schwarz) steht bedeutend schlechter. Sein König steht ohne wirklichen Schutz im Zentrum, eine sofortige Rochade verbietet sich, da sonst der Springer hängt. Mit Le6 hält er den Laden noch einigermaßen zusammen.

Weil sein Gegner sich dann aber zu unserem Glück „veropferte“, drehte Nazar die Partie innerhalb kürzester Zeit.

Es braucht nur ein wenig Schachverständnis, um zu verstehen, dass Weiß deutlich besser steht. Die Möglichkeiten das Spiel fortzusetzen, sind vielfältig. Der mit Abstand beste Zug wäre Se4 gewesen. Stattdessen zog Schachfreund Wolfram den Turm nach b7 (ja, b7) – fatal, wie sich herausstellte.

Das vermeintliche Opfer ging nicht auf. Nazar fand die besten Verteidigungszüge und ging am Ende des taktischen Hin und Her mit einer Mehrfigur raus.

Hier lässt sich aus weißer Sicht nichts mehr retten.

Sauer hatte nach gxSf6 genug gesehen und gab an dieser Stelle auf. 1:0.

Sturmfrisur hat gehalten bei Nazar. Dem Sturm auf dem Brett konnte er ebenfalls genügend entgegensetzen.

Christoph musste in seiner Partie am siebten Brett nach dem ersten Zug vermutlich zweimal hochschauen, um sich zu vergewissern, dass ihm nicht unser 1. Vorsitzender Rainer gegenüber sitzt. Denn das Auricher Urgestein Werner Topp zog 1. b4, sehr unorthodox, aber Christoph nicht unbekannt, spielt doch Rainer auch ebenjenen ersten Zug mit Weiß. Es begann der Aufmarsch der Bauern.

Eine regelrechte Bauernphalanx formierte Topp (Weiß) gegen Christoph (Schwarz), der im richtigen Moment nach dem Durchbruch Ausschau hielt.

Weil Topp ein wenig mehr Risiko einging, konterte Christoph seinen Gegner gekonnt aus und gewann in folgender Stellung eine Qualität:

Wer sieht es? Schwarz am Zug.

Klar, Sh3+ nebst Qualitätsgewinn. Wenig später war die Partie vorbei. 2:0.

Christoph hatte am Sonntag den Durchblick in einer recht ungewöhnlichen Stellung.

2:0 und zwei Siege mit Schwarz, der Sonntagvormittag schien uns wohlgesonnen.

Klaus-Peter (K.P.) eröffnete wie gewohnt sehr solide mit Weiß. Nachdem beide Spieler lehrbuchmäßig ihre Figuren entwickelt hatten, übersah SF Teichert ein bekanntes Motiv, wovon K.P. profitierte.

Lxh7+! Ein bekanntes Figurenopfer, welches zum schnellen Angriff für Weiß führt, wenn der König den Läufer schlagen würde (Kxh7, Sg5+, Kg6, Dg4).

K.P. stand fortan gut und verbesserte seine Stellung Zug für Zug. Spätestens nachdem sein Gegner eine Gabel übersehen hatte, die unmittelbar zum Figurenverlust führen sollte, war der Drops gelutscht.

Tg7? geht wohl als Verlustzug durch. K.P. ließ sich nicht zweimal bitten und zog nach kurzer Überlegung Sg6 + -.

Den Sieg brachte K.P. trotz einer kurzer Schrecksekunde auf dem Brett über die Ziellinie. 3:0.

K.P. baute die Führung auf 3:0 aus.

Während es an Brett 1, 6 und 7 taktisch wild zuging, zeichnete sich am achten Brett eine Partie der eher ruhigeren Sorte ab. An einer Stelle hätte Martin sich jedoch einen kleinen Vorteil erspielen können:

Die Schwachstelle des Schwarzen ist sicherlich der Isolani auf d5. Mit Lb4 und in der Folge Td1 hätte Martin (Weiß) Druck auf den freistehenden Bauern ausüben können.

Martin und SF Rehberger tauschten die Figuren jedoch munter ab, bis nur noch vier Schwerfiguren und ein laut Engine 0,00 Endspiel zu sehen war.

Aus Computersicht ausgeglichen, aus menschlicher Sicht vielleicht noch spielbar. Der weiße Bauer auf c3 ist schwach, der Schwarzspielende hat dadurch mehr Raum.

Martin und Rehberger einigten sich auf ein faires Remis. 3,5:0,5.

Mit seinem Remis hielt Martin den Dreipunkteabstand aufrecht.

Ich hatte das große „Glück“ gegen jemanden anzutreten, dessen DWZ nur wenig über seine tatsächliche Spielstärke aussagt. Jonas Klages (geb. 2011) gehört in seiner Altersklasse zu den besten Spielern unseres Bezirks. Aktiv und forsch spielte er gegen mich die Vorstoß-Variante der Caro-Kann Verteidigung. Da ich mich nicht mehr an die Theorie erinnern konnte – wie auch sonst -, investierte ich anfänglich zu viel Zeit. Ohne mir nie richtig sicher gewesen zu sein, überstand ich die kritische Anfangsphase und bugsierte die Partie in ein ausgeglichenes Mittelspiel, mit zwischenzeitlich leichten Vorteilen für mich.

Spätestens an dieser Stelle hätte ich den Bauern nach d3 vorschieben sollen.

Jonas spielte aber im Gegensatz zu mir mutig weiter, fand zu meinem Leidwesen gute praktische Ansätze, um weißes Spiel zu kreieren und hatte obendrein noch den „ich schlag dich sowieso“ Gesichtsausdruck. Selbst mein Remisangebot nahm er nicht an. Nachdem ich dann den wichtigsten Zentrumsbauern verloren hatte, kippte die Partie auch schnell in Jonas Richtung. Die Butter ließ er sich dann nicht mehr vom Brot nehmen – ein verdienter Sieg des Auricher Youngstars, der an dem Tag besseres Schach spielte. Nur noch 3,5:1,5.

Umgeben von schaulustigen Kiebitzen wurden Jonas und ich.

Angesichts des Zwischenstandes und der Situationen auf den anderen Brettern einigte sich Günter mit SF Lambers, so viel sei vorab gesagt, auf ein aus unserer Sicht taktisch kluges Remis. Dabei stand Günter schon in der Eröffnung deutlich besser und konnte früh materiellen Vorteil verzeichnen.

Lambers zog den Läufer nach b2 und ließ somit die Gabel auf e3 zu. Fortan spielte Günter mit einer Qualität mehr, auch wenn er erstmal beweisen musste, damit auch besser zu stehen.

Die Stellung wurde, um es mit Günters Worten zu sagen, „hochkompliziert und zeitaufwändig“. Grämen musste er sich nicht, in folgender Schlussstellung das Unentschieden zu vereinbaren.

Wir führten ohne mit +2, das blieb also auch nach dem Remis bestehen. 4:2.

Zum Abwinken war die Leistung von Günni keineswegs. Vielmehr steuerte er einen wichtigen halben Punkt bei.

Den Deckel auf den zweiten Heimsieg in Folge draufmachen durfte unsere Konstante Jürgen. Sein Gegner SF Blanquett wählte die Stonewall-Verteidigung, die Jürgen jedoch früh richtig anzuknabbern wusste.

Die vermeintliche Stonewall war geknackt, Jürgen konnte nun bequem seinen Angriff durchführen.

Gewohnt souverän erarbeitete sich Jürgen einen merklichen Vorteil. Blanquett (DWZ 1694) wehrte sich trotz des beträchtlichen Spielstärkenunterschieds wacker. Erst als Jürgen den unaufhaltsamen Freibauern zur Dame umwandeln durfte, war auch dem Letzten klar, dass die Kaponieros ihren zweiten Saisonsieg feiern konnten. 5:2.

a8D, der Bauer ist durch und es kommt zum unausweichlichen Materialverlust.

Heimsieg, ole, ole!

Entspannt zurücklehnen konnte sich Jürgen, nachdem er die zweite Dame aufs Brett holte.

Und was machte unser Capitano? Der konnte vor dem Hintergrund des feststehenden Sieges nun befreit aufspielen. Nach der Eröffnung zeigte sich dieses erste Bild: Die Bauern im Zentrum waren ineinander verkeilt, Bauernvorstöße waren auf dem Damenflügel zu sehen und die Leichtfiguren wurden zurecht postiert.

Spannungsgeladene Gegenüberstellung der Bauern auf dem Damenflügel.

Den Vorteil im Spiel hatte Dirk sich zu erkneten. Erst nachdem die Figuren nacheinander vom Brett kamen und unser Mannschaftsführer in ein aussichtsreiches Turmendspiel abwickeln konnte, bog er in die Siegerstraße ein.

Nach Txe5 gab SF Otto-Marwede auf. Das Endspiel wäre aus weißer Sicht nur noch Formsache gewesen. Endstand: 6:2.

Dirk feierte einen vollen Punkt.

Die Hürde Aurich konnten wir also erfolgreich nehmen! Ohne dass es einmal kritisch wurde, klettern wir durch den 6:2-Heimsieg ins graue Mittelfeld der Tabelle vor. Es waren zwei wichtige Bigpoints für uns im Kampf um den Klassenerhalt. Die aktuelle Tabelle:

Nach ganz oben und ganz unten geht diese Saison wahrscheinlich nichts mehr. Mit etwas Anstrengung schaffen wir es noch aufs Treppchen, wenn es ganz blöde läuft, müssen wir ein wenig bibbern.

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Vereinsmeisterschaft

Partie der Woche – Vereinsmeisterschaft 2025

Zur Partie der Woche hat unser Turnierleiter Günter das Duell zwischen unserem Häuptling Rainer Hellmann und Nils Peters gekürt. Im Vorfeld waren die Rollen klar verteilt. Alles andere als ein Sieg für Hellmann wäre eine faustdicke Überraschung gewesen. Gelang Nils sein erster Coup des Turniers? Nachzulesen in der Partieanalyse von Günter, die mal wieder prächtig ausgearbeitet worden ist.