Vom 05. bis 07.06. fand in Varrel der diesjährige NSV-Pokal statt, an dem 23 Mannschaften aus Niedersachsen und Bremen teilnahmen. Unter dem Motto „Jugend forscht“ gingen wir mit Fabian, Immanuel, Karl und mir an den Start. Zwar gehörten wir nominell zur oberen Hälfte des Teilnehmerfeldes, allerdings auch nur deshalb, weil mit Dirk und Nazar zwei Spieler gemeldet waren, die nicht zum Einsatz kamen und unseren Elo-Schnitt deutlich anhoben. Wie würde sich also das Team „Kaponierinho/o“ schlagen, das in den meisten Begegnungen als Außenseiter ins Rennen ging?

Die erste Runde verlief überraschend erfolgreich. Vor allem die Jugendlichen lieferten stark ab. Karl gewann am vierten Brett souverän, nachdem sein Gegner ihn zu einem schnellen Damenangriff eingeladen hatte.

Ich selbst wurde am Spitzenbrett hingegen komplett überspielt und musste früh die Segel streichen. Für echte Spannung sorgten anschließend Immanuel und Fabian. In einer dramatischen Zeitnotschlacht setzte sich Immanuel durch, nachdem er gefühlt zehn Züge lang nur vom Inkrement gelebt hatte.

Da Fabian das Geschehen aus dem Augenwinkel verfolgte, nahm er das Remisangebot seines Gegners an und sicherte damit den Mannschaftserfolg. Endstand: 2,5:1,5 für uns!

In den Runden zwei bis vier mussten wir uns allerdings jeweils deutlich geschlagen geben. Gegen Göttingen (0,5:3,5), Turm Lüneburg (0,5:3,5) und Bad Bevensen (1:3) waren wir letztlich chancenlos. Zwar sahen einige Stellungen zwischenzeitlich durchaus vielversprechend aus, doch im weiteren Verlauf machte sich der Spielstärkeunterschied bemerkbar.
So kam es in der Schlussrunde zum Duell mit Lehrheide – einem Gegner auf Augenhöhe und einer guten Gelegenheit, noch einmal wichtige Punkte für die Moral zu sammeln. Erneut war es Karl, der mit einem energischen Königsangriff für die frühe Führung sorgte. Wenig später einigte sich Fabian mit seinem Gegner auf Remis. Auch ich konnte am Ende des Turniers immerhin von mir behaupten, ein mannschaftsdienliches Remis gerettet zu haben. Da Immanuel alias „Bobby“ sein Endspiel schließlich verlor, endete der Mannschaftskampf mit einem versöhnlichen 2:2.

Fazit: Drei Punkte aus fünf Mannschaftskämpfen entsprechen in etwa dem, was angesichts der starken Gegnerschaft zu erwarten war. Insgesamt können wir mit unserem Auftritt daher zufrieden sein.
Abschließend gehen die Glückwünsche an unsere Bezirksfreunde aus Oldenburg, denen mit dem Gewinn des NSV-Pokals wohl der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte gelungen ist.
